Tai Chi-Freunde treffen sich seit 20 Jahren – Ulrich Luig leitet Kurse im Kaiser-Heinrich-Bad

20 Jahre Tai-Chi in Belecke. Dieses kleine Jubiläum, zu dem sich am vergangenen Samstag 20 aktiven Mitglieder zunächst am Kaiser-Heinrich-Bad trafen, fand anschließend in gemütlicher Runde in Altengeseke in Onkel Adams Cage statt. „Wir wollten in gemütlicher Runde bei Kuchen und Kaffee einfach nur zusammen sein, klönen, erzählen und über die letzten 20 Jahre diskutieren“, so Ulrich Luig, der die Gruppe seit einigen Jahren leitet. 

Am 5. August 2000 trafen sich erstmals Damen und Herren die sich für die chinesische Meditation Tai-Chi interessierten. Eine Schülerin von Großmeister Buyin Zheng vermittelte die ersten Eindrücke und Schritte in die Welt des Tai-Chi. Der Großmeister selbst wurde von frühester Kindheit an von buddhistischen und daoistischen Meistern auf seinem Weg begleitet. Er wurde 1999 von ihnen ausgewählt, dieses erworbene Wissen in der westliche Welt authentisch zu verbreiten. Ulrike Oesselke begleitete die Gruppe einige Jahre. Besonders Ulrich Luig war begeistert und leitet seit dieser Zeit die allwöchentlichen Treffen, zunächst in den Räumen von Energy am Puddelhammer und seit 2007, als Thomas Heutger sein Kaiser-Heinrich-Bad als Zentrum für Bewegung und Gesundheitsförderung eröffnete. Seit dieser Zeit treffen sie sich hier jeden Dienstagabend und in der Coronazeit gehen sie ihrer chinesischen Meditation nur im Freien nach.  

Fasziniert von dem hohen Maß an Ästhetik für den Betrachter, stehen für die Praktizierenden hingegen meditative Konzentration, eine harmonische Atmung und die Balance von Körper, geist und Seeleim Vordergrund. Die chinesische Meditation Tai-Chi dient dem Erhalt sowie Stärkung der Gesundheit.  

Mit Eröffnung des Kaiser-Heinrich-Bades am 1. September 2007 von Thomas Heutger hatte die Tai Chi-Gruppe nach langem suchen einen dauerhaften Anlaufpunkt gefunden. Tai-Chi wurde gerne von Thomas Heutger in das Programm des Kaiser-Heinrich-Bades aufgenommen und Neueinsteiger sind immer herzlich willkommen. Natürlich immer unter den Hygienevorschriften mit passendem Abstand. Die Gruppe besteht zur Zeit aus 20 aktiven Mitgliedern, die sich regelmäßig jede Woche treffen, seit dem ersten Tag sind Margit Mendelin und Ulrich Luig dabei. (msp)

Stadtwerke investieren in weitere Trinkwasserleitung – Versorgung in Belecke sicherstellen.

Der Weg von der Beukenbergstraße in den Wald ist seit einigen Tagen für Fahrzeuge aller Art gesperrt. Grund sind laufende Tiefbauarbeiten von den beiden Trinkwasserhochbehältern „Hülsenbüsche“ weiter in Richtung Westen. Hier verlegt ein Tiefbauunternehmen aus Dorlar eine 1500 Meter lange und 250 Millimeter dicke Trinkwasserleitung zur Sicherstellung der Versorgung Beleckes. 

20 Meter sind die einzelnen dickwandigen Rohr lang und werden an Ort und Stelle von einem Spezialunternehmen aus Schmallenberg zusammengeschweisst bevor sie mit einem Gabelstapler in den über einem Meter tiefen Graben verlegt werden. Die Rohrenden werden in einer Führung plan gedreht, auf 200 Grad erhitzt und dann mit einem Druck von 90 bar zusammen gedrückt. „Das hält besser als die Rohre selbst“, meinte einer der Techniker. 

Ziel dieser insgesamt 250.000 Euro große Investition ist eine gesicherte Trinkwasserversorgung. Hier im Bereich der Hülsenbüsche stehen seit einigen Jahrzehnten zwei Hochbehälter mit mehreren hundert Kubikmeter Fassungsvermögen. Das Wasser wird über die Beukenbergstraße in die Behälter gepumpt und durch den natürlichen Höhenunterschied in die Straßen Beleckes verteilt. „Sollte es mal zu einem Notfall kommen wollen wir die Wasserversorgung trotzdem sicherstellen und daher ist es erforderlich, eine zweite Zuleitung zu verlegen“, so Wassermeister Heinz Müller von den Warsteiner Stadtwerken auf telefonische Nachfrage. Diese neu verlegte Leitung wird im Wald an eine bestehenden 300 Millimeter Trinkwasserleitung, diese führt von Mülheim durch den Wald nach Warstein, angeschlossen und nach Fertigstellung und Inbetriebnahme läßt sich die Verteilung des Trinkwassers über Absperrschieber steuern.

(msp)

„Lost“

JuKi-Gottesdienst bei Euronics-Eickhoff

Nach einer kleinen Pause lädt die JuKi Belecke am Samstag, den 08. August, um 18.30 Uhr wieder zum Jugendgottesdienst ein. Der jährlich stattfindende Open-Air-Gottesdienst im August ist mittlerweile schon zu einer Tradition der jugendlichen Organisatoren geworden. So wurde in den letzten Jahren schon an der alten Vogelstange, auf dem Mühlen-Gelände und auf dem Unsohlen-Spielplatz gemeinsam gefeiert. Diesmal soll die heilige Messe auf dem Euronics-Parkplatz neben der Möhne stattfinden. 

„Wir freuen uns sehr, wieder einen neuen alternativen Ort zur Kirche gefunden zu haben, der genügend Fläche bietet, um die Corona-Bedingungen einhalten zu können und auch vielen Besuchern eine sichere Begegnung bieten kann“, so das Vorbereitungsteam. Das Sicherheitskonzept für die Veranstaltung sieht bereitgestellte Stühle und größere Abstände zwischen den Besuchern vor. Der Gottesdienst wird diesmal unter der Überschrift „Lost“ stehen. Das Wort aus der Jugendsprache bedeutet so viel wie „verloren“, „verwirrt“ und „einsam“. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einsam und allein? Und kann man auch gemeinsam einsam sein? – Fragen, die sich die Jugendlichen stellten. Die Band wird den Gottesdienst wieder mit moderner Musik begleiten. Die JuKi freut sich darauf, am Samstag Jung und Alt auf dem Euronics-Parkplatz begrüßen zu dürfen. Bei schlechter Witterung wird der Gottesdienst in der Heilig Kreuz Kirche stattfinden, was zuvor auf Facebook, Instagram und durch die Kirchenglocken bekannt gegeben wird. Weiterhin macht die Gruppe darauf aufmerksam, dass sie sich über weitere Mitglieder freuen würde, die das Vorbereitungsteam unterstützen möchten und Lust auf gemeinsame Aktionen haben. 

„Wir freuen uns über neue Gesichter. Jeder, der einfach mal neugierig ist, ist herzlich eingeladen, bei uns vorbeizuschauen“, so die JuKi. Melden können sich Interessierte jederzeit über die Instagram-Seite (juki_belecke) oder persönlich bei den JuKi-Mitwirkenden.

„Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“

So ganz lautlos wollten die Belecker Bürgerschützen das eigentliche Schützenfest-Wochenende nicht vorüberziehen lassen. Schnell war die Idee geboren, einen Open-Air-Gottesdienst an der Schützenhalle unter der Vogelstange zu feiern.

Dieser Einladung waren zahlreiche Gemeindemitglieder gefolgt, sodass der Platz -durch die geltenden Abstandsregeln bedingt- komplett gefüllt war.

Der Liturgiekreis der Kirchengemeinde und der Schützenverein hatten diesen Gottesdienst gemeinsam mit Pastor Ralf Hubert Bronstert vorbereitet und unter das Thema des gleichlautenden Kirchenliedes “Bewahre uns Gott, behüte uns Gott” gestellt.

Musikalisch wurde er von der Musikband der Kirchengemeinde und die Belecker Musikvereinigung begleiten. Und so wurde ein Mix aus modernen und klassischen Kirchenliedern gespielt.

Aktion Schützenfest „T(P)rost Paket“ ein Erfolg

Die Bürgerschützen hatten ihre Mitglieder zu einer ganz besonderen Aktion aufgerufen. Da das Schützenfest wegen der Coronapandemie ausfallen muss möchten sie die Jugendarbeit der an den Schützenfesten teilnehmenden Musiker unterstützen. Dazu hatten sie am Mittwochabend alle Schützen eingeladen ein „T(P)rost Paket“ mit einem Sixpack Warsteiner, Wasser und Cola, eine Tüte Chips, einem USB Stick mit bester Schützenfestmusik der Freunde von der Heider Musik inkl. Grußkarte, sowie Bratwürstchen gegen eine Spende in Empfang zu kaufen. Innerhalb kürzester Zeit hatten alle Pakete einen neuen Besitzer gefunden. Damit wollen die Belecker Bürgerschützen Danke für die zuverlässige Unterstützung in all den Jahren sagen. 

Der Vorstand bedankt sich bei allen Sponsoren und den großzügigen Spenden der Schützenbrüder. 

Sturmtag soll immaterielles Kulturerbe werden.

„Das vergangene Jahr war ein sehr erfolgreiches Jahr für den Kultur- und Heimatverein Badulikum“, so ihr erster Vorsitzender Hans-Jürgen Raulf, 44 Vereinsmitglieder begrüßte er nach den aktuellen Hygienevorschriften in der Neuen Aula. So konnte der Verein einen Übertrag des wirtschaftlichen Eigentums des Ensembles Stütings-Mühle mit der Stadt Warstein abschliessen. Gleichzeitig wird noch an mehreren Stellen an Stütings-Mühle intensiv gearbeitet und gebaut. 

Der Turbinenschacht erhielt einen neuen Außenputz, das Dach des Sägegatters wurde komplett erneuert, eine barrierefreie Zuwegung zum kleine Speicher errichtet, der Luftschutzbunker für Besichtigungen hergerichtet. Arbeiten die der Heimatverein federführend organisiert. Der Radweg von der Paul-Gerhardt-Straße bis zum Mühlengelände ist fertig, aber noch nicht befahrbar. Da vom Kreis Soest, der die Renaturierung der Wester fast abgeschlossen hat, vor der Bücherei noch eine Brücke bauen muss, die über eine Fischtreppe führt und gleichzeitig Hochwasserschutz bieten soll.

Besonders freuten sich die Mitglieder über den Förderbescheid des Landes Nordrhein-Westfalen, der diese Investitionen erst ermöglicht hat. Diesen Bescheid überbrachte im September des vergangenen Jahres Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, stellvertretend für Heimatministerin Ina Schnarrenbach. Doch die Ministerin war so gespannt auf den Fortgang der Arbeiten, dass sie im Mai 2020 das Ensemble besuchte. Sie war angenehm überrascht und liess sich alles zeigen und erklären. Mit ihren hochhackigen Schuhen besuchte sie auch den Bunker und damit war sichergestellt, dass der Bodenbelag richtig ausgewählt wurde.  

Nach verlesen des Niederschrift der letztjährigen Mitgliederversammlung durch Schriftführer Klaus-Arthur Feller und dem Tätigkeitsbericht von Hans-Jürgen Raulf, berichteten die gesondert geführten Vereinigungen über ihre Aktivitäten. Dies sind die Sturmtagskanoniere mit ihrem Sprecher Adalbert Friederizi, Zunftmeister Karl-Hans Vahle, sie hatten verschiedene Termine wahrgenommen, gemeinsam besuchten sie die Soester Fehde, schossen mit ihrer Kanone und nahmen an Stadtführungen teil. Christoph Linn berichtete über die Arbeiten am Sägegatter und Turbine und teilte mit, dass trotz des trockenen Sommers, über 118000 Kilowattstunden Strom ins öffentliche Netz eingespeist wurde. Nach 42 Jahren hat sich der Arbeitskreis plattdeutsche Sprache wegen Überalterung aufgelöst. Friedel Schröder erinnert in einer kleine Rückschau auf die gemeinsamen Jahre. Dabei hob er besonders das Engagement von Willi Wessel hervor, der sich mit viel Herzblut um die alte Sprache kümmerte und ein Buch mit Liedern und selbstgeschriebenen Gedichten veröffentlichte.  

Seit 2012 ist Hans-Jürgen Raul erster Vorsitzender des Kultur und Heimatvereins, bei der turnusmäßigen Wahl wurde er für eine weitere Amtsperiode von den 44 anwesenden Mitglieder bestätigt. Josef Petrasch bleibt Beisitzer, Elke Bertling fungiert weiterhin als Beiratsmitglied, nur Erwin Grewe übergab seinen Posten als Beiratsmitglied an Udo Döben. Die Kasse wird in den folgenden zwei Jahren von Hubertus Jesse und Henrik Schroeck geprüft. 

„Es ist eine win-win Situation für die Stadt Warstein und dem Heimatverein“, so der zweite stellvertretendes Vorsitzende Dr. Thomas Schöne

Sehr intensiv ging Rolf Jesse, Steuerberater und stellvertretender Vorsitzenders des Heimatvereins, auf die Änderungen bezüglich des Übertrags des wirtschaftlichen Eigentums von Ensembles Stütings-Mühle ein. Seit vielen Jahren engagieren sich viele Personen ehrenamtlich um das Anwesen der Mühle, immer in Absprache mit der Stadt Warstein. Durch diesen Vertrag kann der Verein eigenmächtig handeln. „Wir haben sehr viel investiert und möchten es weiter nutzen, so wie wir es möchten“, berichtete Raulf. Dieser Vertrag mit der Stadt wurde rückwirkend vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2040 mit halbjährlicher Verlängerung besiegelt. „Es ist eine win-win Situation für die Stadt Warstein und dem Heimatverein“, so der zweite stellvertretendes Vorsitzendes Dr. Thomas Schöne. Diesem Vertrag stimmten die Mitglieder zu, wegen weiterer formal bedingter Änderungen muss die Satzung des Vereins angepasst werden, die einstimmig von allen Mitgliedern bejaht wurde.  

Ein Verein wie der Kultur- und Heimatverein freut sich über langjährige aktive Mitglieder. So konnte Vorsitzender Raulf drei 25-jährige gratulieren: Josef Krieger, Hans-Josef Wieners und Friedbert Schlüter. Helmut Raulf gehört dem Verein seit 60 Jahren an, krankheitsbedingt wird ihm die Urkunde und Anstecknadel in den nächsten Tagen überreicht. 

Jubilare: Josef Krieger, Hans-Josef Wieners und Friedbert Schlüter.
Hans-Jürgen Raulf und Rolf Jesse vom Vorstand gratulierten.

Ein laufendes Projekt ist derzeit das „IZH“, Informationszentrum für Heimatgeschichte, das in Stütings-Mühle untergebracht werden soll. Dazu gehört auch der Luftschutzbunker. Erst vor einigen Tagen wurden Zeitzeugen befragt, um den jungen Generationen die Bedeutung des Bunkers zu vermitteln. „IZH“ ist dem Vorstand aber nicht eindeutig genug. Jetzt hat man sich dazu entschlossen, den Obertitel der in den letzten Jahren erschienenen Bücher „Belecke. Lebendige Geschichte.“ auch für Stütings-Mühle einzusetzen. So ist ein neuer Slogan mit Designer Michael Römer entstanden und soll genutzt werden. Dann heisst es: „Belecke. Lebendige Geschichte. Treffpunkt Stütings-Mühle“ oder „Treffpunkt kleiner Speicher“.

Für das neue Informationszentrum sucht der Heimatverein noch Fotos, Dokumente und Zeitzeugen, speziell aus der Zeit im und nach dem 2. Weltkrieg. 

Der Vorstand ist auf einen Tipp von Eckhard Uhlenberg eingegangen, den Belecker Sturmtag als immaterielles Kulturerbe anerkennen zu lassen. Schon im vergangenen Jahr hat man einen Antrag gestellt, dieser wurde aber in der Vorprüfung abgewiesen, da wissenschaftlich begründetet Nachweise nicht vorlagen. Nun ist man mit Michael Streit, Archivar in Paderborn, zusammen gekommen und hat einen Einblick in die Geschichte der Stadt Belecker erhalten. In einem Buch, das ein ehemaliger Pfarrer in Form eines Tagebuches für Belecke in Latein geschrieben hatte, ist das Wort „Sturmtag“, vier Tage vor Pfingsten, im Jahr 1744 festgeschrieben. Alles in Latein, nur „Sturmtag“ in deutsch! Dies wird wohl die älteste Erwähnung des Sturmtages sein, offen ist noch, und daran wird noch geforscht, wie sich der Nationalsozialistisch den Sturmtag zu Nutze gemacht hat, denn dies fordern die Gremien zur Anerkennung des immateriellen Kulturerbes. Im nächsten Jahr möchte der Heimatverein einen neuen Antrag stellen. (msp)