Stadtmuseum Schatzkammer Propstei informiert

Schatzkammer Propstei wieder geöffnet

Nach Beendigung der umfangreichen Wartungsarbeiten durch die Mitglieder des ANNO-Museumskreises ist die Schatzkammer Propstei ab Samstag, 25. Januar wieder geöffnet. Besucher des Museums können nun zu den regelmäßigen Öffnungszeiten – mittwochs-samstags-sonntags – jeweils von 15.00 bis 17.00 Uhr in der Ausstellung die bedeutsamen sakralen Skulpturen und Gemälde sowie die kostbaren Monstranzen, Ziborien und Kelche aus dem 15. bis 18. Jahrhundert bewundern. Außerhalb der regelmäßigen Öffnungszeiten erhalten Besuchergruppen nach vorheriger telefonischer Absprache (Tel.: 02902-71132) selbstverständlich die Möglichkeit– auch im Rahmen einer Führung – zur Besichtigung des Museums.

Eva Schulte tritt 25 Jahren Vorstandsarbeit zurück – erfolgreiches Jubiläumsjahr

Im vergangenen Jahr feierte der Gemischte Chor Belecke sein 50-jähriges Bestehen mit einem Freiluft-Gottesdienst an der St. Pankratiuskirche und einem anschließenden Empfang mit befreundeten Vereinen im Jugendheim. Zu dieser Fest begrüßte die Sängerinnen und Sänger acht Gründungsmitglieder von 1969 und überreichte ihnen Urkunden und Präsente. 

Eva schulte, stand dem Chor zehn Jahre als erste Vorsitzende vor, Dagmar Schürmann leitet nun für ein Jahr den Chor als kommissarische erste und zweite Vorsitzende und Gabi Röttinger scheidet als Schriftführerin aus. 

Und im Herbst folgte ein karnevalistisches Konzert mit Solisten und einer Büttenrede von Edelbert Schäfer in der bis auf den letzten Platz gefüllten Neuen Aula. „Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht“, erinnerte sich die Chorvorsitzende Eva Schulte zu Beginn der alljährlichen Generalversammlung im Vereinslokal Deutsches Haus. „Ich habe es von Anfang bis zum Ende genossen“, freute sie sich. Besonders bei den Akkordeon-Spielern Regine Pauka und Georg Ortkemper sowie den Sängern die sich um die Dekoration in der Aule gekümmert hatten, bedankte sie sich herzlich. 

Neben den wöchentlichen Proben, den Auftritten, den Sonderproben, bleibt immer noch Zeit für Geselligkeit und die wird im Gemischten Chor großgeschrieben. Der Drei-Tages-Ausflug nach Würzburg mit Nachtwächterführung und einer Messe in der Wallfahrtskirche waren die Highlights des vergangenen Jahres. Durch die Teilnahme an einem Konzert mit allen Loesmann-Chören in Eikelborn haben die Belecker eine sehr gute Visitenkarte abgegeben. „Diese Gemeinsamkeiten haben uns zusammenwachsen lassen“, resümierte Schulte die Sangesfreude aller. Ganz besonders freuen sich die Sänger, dass sich Maria Hense, Dorothe Görlitz, Alexandra Willecke, Gerd Eickhoff und Hubert Gauseweg als neue Mitglieder angemeldet haben, somit hat der Chor jetzt 87 aktive Sängerinnen und Sänger. 

Dagmar Schürmann (kommissarische erste Vorsitzende), Marin Großbölting (Kassierer), Eva Schulte, Bernhard Klaus (Beisitzer), Gabi Röttinger, Winfried Heine (Schriftführer) und Markus Loesmann (Chorleiter).

Der Belecker Männerchor feiert in diesem Jahr sein 160-jähriges Bestehen und da möchte der Gemischte Chor den Herren bei ihrem Empfang am 16. Mai 2020 ein Ständchen darbieten. „Ein besonderes großer Moment in diesem Jahr wird ein Konzert mit dem Stromberger Blasorchester am 12. Dezember 2020 in Belecke sein“, informierte Chorleiter Marks Loesmann, „es wird viel Arbeit sein, aber es ist etwas ganz neues für den Chor“, führte er weiter aus und bedankte sich bei allen für ihr Einsatz. 

Bei den anschließenden Vorstandswahlen informiert Eva Schulte den Chor, dass sie nicht wieder kandidiere. „Nach zehn Jahren als erste Vorsitzende und 15 Jahre als zweite Vorsitzende stehe ich nicht mehr zur Verfügung“, berichtete sie. Leider hatte sich in vielen Vorgesprächen keine Person gefunden, die diese Aufgaben fortsetzten möchte. So hatte sich der Vorstand entschieden, dass die bisherigen stellvertretende Vorsitzende Dagmar Schürmann, den Posten von Eva Schulte für ein Jahr kommissarisch übernehmen werde. Alle Chormitglieder zeigten sich durch Handzeichen damit einverstanden. „Ich hoffe, dass sich eine Person oder ein Team im Laufe des Jahres finden wird“, so Dagmar Schürmann. 

„Für dein großartiges Engagement, zwei Jubiläen in den letzten zehn Jahren, viele Aufgaben im Hintergrund und alles hast du mit Bravour gemeistert, danke für deine tolle Arbeit“, so bedankte sich Dagmar Schürmann bei Eva Schulte und überreichte ihr einen Blumenstrauß. Gleichzeitig legte Gabi Röttinger, sie ist seit zehn Jahren Schriftführerin, ihr Amt nieder. Sie habe es geschafft, den Chor in das digitale Zeitalter zu bringen, alle Protokoll, alle Einladungen, es werde alles nur noch per E-Mail versendet. Den Posten des Schriftführers übernimmt ab sofort der bisherige Beisitzer Winfried Heine. Sein Amt übernimmt Bernhard Klaus. Als neue Kassenprüferin fungiert Petra Teipel für zwei Jahre, sie prüft im nächsten Jahr zusammen mit Petra Göbel die Kasse, die Martin Großbölting führt.

Für dieses Jahr plant der Vorstand einen Tagesausflug nach Willingen und im nächsten Jahr steht wieder eine Mehrtagesfahrt auf dem Plan, das Ziel soll die niederrheinische Römerstadt Xanten sein. Der Bürgerwald, eine Aktion des Soester Anzeigers und Stadtmarketing, die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores, möchten sich sehr an der Baumpflanzung-Aktion beteiligen. (msp)

Tannenbäume von den Pfadfindern eingesammelt – Bäume für das Osterfeuer

In vier Gruppe hatten die Pfadfinder am vergangenen Samstag unzählige ausgediente Weihnachtsbäume abgeholt. Mit viel Eifer packten die sieben bis 17-jährigen Jungen und Mädchen an, um die am Straßenrand abgelegten Bäume auf große Anhänger zu verladen und sie auf der Külbe zwischen zu lagern. Von den Belecker Bürgern war es eine nette Geste, dass sie die Pfadfinder bei dieser Aktion mit einer kleinen Spende unterstützten. Diese ist zu einem Teil für die Gruppenarbeit bestimmt und ein Teil wird gespendet. 

Mit dieser Spende unterstützen die Pfadfinder Kinder und Jugendliche auf der Karibik-Insel Haiti. Hier werden jährlich 50 Millionen Bäume gefällt. Dies schadet der Umwelt und den Kleinbauern. Ihre Existenz wird durch das Abholzen und die dadurch verbundene Erosion der Erde und der daraus folgenden Minderung der Bodenqualität gefährdet. Dazu kommt das fehlende Umweltbewusstsein. Das Hilfswerk Misereor hat sich diesem Problem angenommen. Kinder und Jugendliche werden im Umgang mit der Natur geschult und sensibilisiert, für Zusammenhänge von Müll und Umwelt und die Wiederaufforstung. Dabei wurde bewusst auf Vielfalt geachtet, denn über 10000 Orangen., Avocado-, Eichen-, Kiefern- und Mahagonisetzlinge wurden ist einem sehr kurzem Zeitraum gepflanzt. Gleichzeitig übernehmen die jungen Menschen Verantwortung, ein Kerngedanke des Projektes. Neben der theoretischen Schulung steht dabei Anpacken auf der Tagesordnung. Schon viele Straßen und Gassen konnten in einigen Städten und Dörfern von Müll befreit und gesäubert werden. 

Nach dem Einsammeln stärkten sich die vielen Helfer mit einem Mittagsmahl in ihren Gruppenräumen im Jugendheim. 

(msp)

kfd Krippentour 2020

Ziele waren Drewer und Rüthen

Wie schon seit vielen Jahren trafen sich diesmal 64 Frauen zur gemeinsamen Krippentour. Zum achten Mal fand die Veranstaltung der kfd aus dem alten Pastoralverbund Möhnetal statt. Es wurden in zwei Kirchen die liebevoll gestalteten Krippen besichtigt.

Ganz herzlich wurden die Frauen von Alexandra und Markus Löseke in der St. Hubertuskirche in Drewer begrüßt. Die Krippe in der Kapelle ist etwas Besonderes. Sie wird von den Messdienern und der Dorfjugend aufgebaut. Die Figuren sind aus Gips im Jahr 1896 hergestellt. Seit etwa zwei Jahren werden die Figuren restauriert. Die Hl.-Drei-Könige sind in diesem Jahr pünktlich zum 3-Königstag zurück gekommen. Ein Hirte ist noch unterwegs. 

Im Gemeinderaum der Kirche war von den kfd Frauen aus Drewer eine reichhaltige Kaffeetafel für die Teilnehmerinnen gedeckt worden. Gut gestärkt ging es mit dem Bus weiter nach Rüthen zu Nikolauskirche. Hier nahmen die Frauen an der Vorabendmesse teil. Im Anschluss berichtete Martin Krüper kurzweilig über die Bergstadt Rüthen und der Nikolauskirche. Die Krippe in der Kirche wird jedes Jahr vom Pfarrgemeinderat aufgebaut. Mit gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern in der Kirche wurde die achte Krippentour beendet. 

Stehende Ovationen für Solisten, Chor und Orchester

Eine musikalische Überraschung erlebte am Sonntagabend das Publikum in der Heilig-Kreuz-Kirche in Belecke mit dem Weihnachtsoratorium „Oratorio del Noel“ von Camilie Saint-Saëns. Das wunderbare Werk wurde aufgeführt vom Warsteiner Kammerchor Capella Vox Humana, zusammen mit befreundeten Sängerinnen und Sängern der Kantorei am Mariendom Wurzen und dem Kammerorchester der Partnerstadt Wurzen. Die Gesamtleitung hatte Musikdirektor Heinz Helmut Schulte. 

„Ich möchte Sie herzlich willkommen heißen“, lud die erste Vorsitzende des Warsteiner Chores Elisabeth Wieskemper dazu ein, mit den Ausführenden „einzutauchen“ in eine Welt von Musik und Gesang: „Erleben Sie Menschen die lieben was sie tun.“ 

Ein wahres Erlebnis gleich zu Anfang bescherte die junge Organistin Maristella Schulenberg aus Anröchte an der Orgel mit dem „Concerto in A“ nach einem Violinkonzerts Vivaldis, auf die Orgel übertragen von Johann Sebastian Bach, stimmte sie in drei Sätzen das Publikum ein und erntete lebhaften Applaus. 

Damit war der musikalische Weg für das „Neugeborene Kindelein“ eine Kantate von Dietrich Buxtehude geebnet, das Chor und Orchester in großer Geschlossenheit darboten. Das Orchesterensemble von Streichern und Harfe unter der Leitung von Kapellmeister Matthias Hesse, spielte sich anschließend mit dem Instrumentalkonzert „Concerto grosso in B“ in die Herzen der Musikliebhaber. Die Komposition von Georg Friedrich Händel vertonte das Orchester in drei Sätzen: 1. „Andante Allegro“, 2. „Larghetto“, 3. „Allegro moderato“, dabei galt viel Aufmerksamkeit der jungen Harfenistin Marietheresa Freibott, die ihrem beeindruckenden Instrument zarte, klare Töne entlockte. Für ihren stimmungsvollen Beitrag erhielten die Musiker, eine Mischung aus Warsteinern und Wurzenern, lang anhaltenden Beifall.

Ganz obenan stand natürlich das sich anschließende zehnsätzige „Oratorio del Noel op 12“, ein Weihnachtsoratorium des französischen Komponisten Camilie Saint-Saëns (1835 bis 1921). Dieser galt nicht nur als führender Repräsentant der französischen Musik des 19 Jahrhunderts, sondern auch als Wunderkind – mit nur sechs Jahren schrieb er seine erste Komposition.

Das Stück zeichnet sich besonders durch den Einsatz von Chor, Solistenquintett und Streichinstrumenten aus. Alles zusammen bewirkt ein warmes Klangbild – Camilie Saint-Saëns verzichtete auf Bläser mit wechselvollen und manchmal auch dramatischen Phasen. Die Grundstimmung zieht sich aber durch das gesamte Werk, dessen Früchte die Zuhörerinnen und Zuhörer genießen durften und das noch einmal das Weihnachtsereignis mit der Geburt Christi vor Augen führte. 

Den Anfang gestaltete das Orchester mit der „Prelude“ und bereitete so den Weg für die musikalisch aufgeführte Weihnachtsgeschichte vor. Im Recit et Choeur“ kommen Tenor Martin Grobe, Sopran Tatjana Yang, Bariton Julian Koch ins Spiel, sie singen von der Verkündigung der Geburt Christi, bis der Chor in das freudige „Gloria in altissimis Deo“ anstimmt. Sarah Parsons singt im 3. Satz die wunderschöne Arie „Expectans, expectavi Dominum“ und wird dabei vom Orchester begleitet. Ein Solo des Tenors im „Air et Choeur“ überzeugt mit „Domine, ego credidi/Quin in hunc mundum venisti“ und dem Frauenchor. 

Übrigens, der französische Komponist Camilie Saint-Saëns muss, das wird ihm zumindest nachgesagt, über tiefgreifende Bibelkenntnisse verfügt haben. Dem nachfolgenden „Benedictus“, ein Duett für Sopran und Bariton, gehen erstmals sanfte Klänge der Harfenistin voraus und im 6. Satz „Choeur“ singt der Chor überzeugend dramatische „Quare fremuerunt gentes“ und endet in der feierlichen Anrufung der Dreifaltigkeit. 

Feine Orgelklänge und Harfen-Arpeggien untermalen das Solistenterzett mit Almut Ort (Alt) im „Tecum principium“ und das Solistenquartett lässt mit “Alleluja“ sein Freuden- und Trostgesang erklingen. Mit großer Armut überzeugten die Solistin mit ihren Vorträgen und nahmen das Publikum in den Verlauf der Weihnachtsgeschichte mit auf den Weg. 

Mit dem Applaus waren die andächtig lauschenden Zuhörerinnen und Zuhörer manchmal respektvoll zurückhaltend, der sich aber nach den letzten beiden Sätzen, die das Werk gedanklich und instrumental zur Vollendung bringen, brach ab. 

Der Dank waren stehende Ovationen für die gelungene und wundervolle Aufführung in der vollbesetzten Heilig-Kreuz-Kirche. 

Chormitglied und Dirigentin Eva Schulte ermunterte zum Schluss zu einem weihnachtlichen Nachklang mit dem gemeinsam gesungenen und bekanntem Lied „Oh du fröhliche“. 

Dank an alle sprach auch Gesamtleiter Heinz Helmut Schulte aus und meinte: „Das war heute der Auftakt zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Warstein – Wurzen. 

Fotos und Text: Dorothea Richter

Sternsinger ziehen nach dem Aussendungsgottesdienst zu den Gläubigen

„Segen bringen, Segen sein. Frieden im Libanon und weltweit“ ist das Moto der diesjährigen Sternsingeraktion und auch die St. Pankratius-Gemeinde Belecke beteiligten sich mit 16 Gruppen. Sie zogen von Haus zu Haus, um die Geburt Jesu zu verkünden. Und als Zeichen des Segens schreiben sie an die Haustür „20*C+M+B+20“ Christus Mansionem Benedicat und bedeutet Christus segne dieses Haus. 

Die Sternsinger sendet Pastor Ralf Hubert Bronstert nach dem Gottesdienst aus.

Nach dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 gelang in dem kleinen Land ein weitgehend demokratisches und friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen. Doch das Land steht wieder vor großen Herausforderungen, denn nach Ausbruch des Krieges im Nachbarland Syrien hat der Libanon 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen, ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Die Projektpartner der Sternsinger, Jesuiten-Flüchtlingsdienst und Cariotas arbeiten mit einheimischen Organisationen zusammen. Ziel ist es Frieden und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft zu fördern und da kommt die Unterstützung der Sternsinger wie gerufen. 

Für Belecke sind diese 16 Sternsingergruppen zu wenig und so mussten einige Eltern mitarbeiten und die Kinder mit ihrem Auto zu den entlegenen Häuser bringen. Dort sangen sie dann das Sternsingerlied, leider war nur noch eine Gruppe bereit, der Tradition zu folgen und sangen es in plattdeutscher Sprache. (msp)

Dampflokomotive nach Warstein – kurzer Zwischenstopp in Belecke – viele begeisterte Mitfahrer

Für die Mitreisenden der Dampflokomotive 78468 war es eine erlebnisreiche Fahrt und einige erinnerten sich gerne an die 1950er oder 1960er Jahre. Viele diese Dampfkolosse transportierten Güter und chauffierten Personen im hiesigen Raum von Bahnhof zu Bahnhof. Letztgenannte streng getrennt nach 1. Klasse, 2. Klasse und Holzbank-Klasse auch die dritte Klasse genannt. 

Ganz in Dampf gehüllt: die Dampflokomotive 78468 mit seinen Waggons am Belecker Bahnhof.

Die am Samstag von Lengerich nach Warstein und wieder zum Heimatbahnhof gefahrene Dampflokomotive, die 78468, wurde 1923 bei der Lokomotivfabrik Henschel und Sohn GmbH in Kassel gebaut und am 24. Januar 1924 bei der Reichsbahndirektion Oppeln im Bahnbetriebswerk Gleiwitz in Dienst gestellt. 1998 kaufte die Historische Eisenbahn Oberhausen die Lok von der Deutschen Bahn AG. Nach einer betriebsfähigen Herrichtung der Lok wurde sie durch die Emscherpark Eisenbahn Tourismus Gesellschaft (EPEG) zur Tourismusförderung in NRW eingesetzt. Vor zwölf Jahren kam die Lok im Schlepp einer Diesellok nach Lengerich, wo sie heute regelmäßig gewartet, gepflegt und immer noch aus eigener Kraft zu Sonderfahrten eingesetzt wird. Sie ist 14,8 Meter lang, wiegt 105 Tonnen und hat eine Leistung von 1140 PS. 

Machte am Belecker Bahnhof Halt, die Dampflokomotive 78468, schon einige Male war sie in Belecke.

Am Samstagmorgen startetet die Lok mit einigen Personenwaggons in Lengerich und erreichte mit fast einstündiger Verspätung am Nachmittag den Bahnhof in Belecke und eine viertel Stunden später Warstein. Nach einem fast zweistündigen Aufenthalt wurde das Tagesziel Lengerich wieder angefahren. 

Für den Betrachter ist es schon ein erhabenes Gefühl, wenn so eine, fast 100 Jahre alt Lok, die immer noch mit der alten Technik funktioniert wie am ersten Tag, auf dem Hauptgleis in Belecke immer langsamer wird und still steht. Wenn der Zugführer aussteigt und die Freigabe zur Weiterfahrt erbittet, während einige der mitgereisten Fahrgäste aussteigen. Doch überall Dampf und dann sieht man wie die Fahrgäste durch den wegziehenden Dampf vorsichtig über die Gleise treten, sie sich freuen, glücklich sind so eine Fahrt mitgemacht zu haben. 

Unter Volldampf, angetrieben durch 1140 PS startete die Lok wieder zur Weiterfahrt nach Warstein, hier waren einige Mitreisende ausgestiegen und machten schnell noch ein Foto.

Nach einem kurzen Pfiff setzt sich die über 100 Tonnen schwer Lok mit seinen Waggons und einer Schiebelok, die ihre Dienste an der Haar verrichtete, Richtung Warstein weiter. Diese Schiebelok V36412 verließ am 18.07.1950 den Werkhof der Maschinenbau AG Kiel und wurde nach Abnahmefahrten in Nürnberg Rangierbahnhof am 12.08.1950 von der Deutschen Bundesbahn übernommen. 1979 folgte die Ausmusterung. Am 16.12.2002 dann die Übernahme durch die Eisenbahn-Tradition e.V. Auf einem Lkw-Tieflader gelangte sie nach Lengerich. Wurde generalüberholt und am 3. Dezember 2004 fand dann schließlich die erfolgreiche Endabnahme statt. Ab diesem Zeitpunkt steht die V36412 für Gesellschaftszüge, Überführungsfahrten und als Verstärkungs- und Reservemaschine für historische Dampflokomotiven zur Verfügung und ist auf vielen Strecken in NRW zu sehen. 

Die Schiebelok V36412 
sorgte dafür, dass die Mitreisenden es fast pünktlich bis zum Warsteiner Bahnhof schafften und auf dem Rückweg über die Haar unterstütze sie.

(msp)

Senatorentaufe für Arno Döben und Andreas Wiepck – engagierte Karnevalisten

Sie hatten sich in den letzten Jahren sehr stark im Belecker Karneval engagiert, waren Karnevalsprinzen und nun sind Arno Döben und Andreas Wiepck auch Senatoren der Großen Belecker Karnevalsgesellschaft. Unter den kritischen Augen aller Senatoren und ihren Partnerinnen hatten sie bei ihrem gemeinsamen Auftritt, über das „A“und „O“ des Belecker Karnevals zu referieren. 

Tragen jetzt die Senatorenkappe: Andreas Wiepck und Arno Döben. Sie wurden ihnen von Senatspräsident Hans-Josef Wessel, Vize-Senatspräsident Uli Hoppe und Senatspräsidialhauptassistent Charly Werthmann überreicht.

Und sie trafen mit den verschiedensten Musikauftritten immer ins Schwarze. So hatten sie es geschafft einige Gardisten der JuKa-Prinzengarde zu engagieren, prämierte Karnevalistinnen vom Kostümball, animierten die GBK-Prinzen zum mitsingen, genauso wie die Damen und die Ü65-jährigen. Senatspräsident Hans-Josef Wessel nach den Aufnahmeregularien: „Ich freue mich, dass diese beiden Vollblutkarnevalisten nun in unserer Reihen aufgenommen wurden, dass sie sich bereit erklärt haben dieses Amt mit zu übernehmen und sie diese Ehre gerne mittragen“. Anschließend überreichte er Ihnen die Senatorenkappe. 

Für ihre elfjährige Senatorentätigkeit erhielten Friedbert Schlüter und Hans-Jürgen Raulf ein Präsent. „Friedbert legte beim Prinzenwagenbau immer Hand an und sorgte dafür, dass dieser mit mehr als 5000 Papierrosen geschmückt wurde. Gleichzeitig arbeitete er über 20 Jahre im Redaktionsteam der Narrenschelle mit“, betonte Wessel. Hans-Jürgen Raulf sei ein prägendes Gesicht im Belecker Karneval. Seit über fünf Jahrzehnten gehöre er dazu und seine Karnevalslieder kenne jeder, selbst die Kinder in den Kindergärten singen sein Lied „Monds Karl“ immer gerne, machte Wessel sehr deutlich. Ebenfalls seit 22 Jahren gehören Hans- Gerd Westermann und Peter Krämer zu den Senatoren. (msp)

Sind seit 11 Jahren Senatoren der GBK: Friedbert Schlüter und Hans-Jürgen Raulf.