Hochrisikokapitalanlage “Fichten” wird es bald nicht mehr geben.

Zum 10. Werkstattgespräch hatte am vergangenen Donnerstag der Kultur- und Heimatverein Badulikum eingeladen. Zum Gesprächsteilnehmer hatten sie Stadtförster Henning Dictus eingeladen, er berichtete über den Zustand des heimischen Waldes und der sei in einem katastrophalen Zustand. 

Viele Heimatfreunde nahmen am Werkstattgespräch des Heimatvereins teil.

Gestartet hatten die Heimatfreunde an den Pflanzgärten oberhalb des Kallerwegs und das Interesse der Belecker zu diesem Gespräch, letztendlich ein Spaziergang bis zur Bohnenburg, war enorm. Jeder bekomme Tränen in die Augen, wenn man sich nur von hier aus umsehe, meinte Dictus zu den über 60 Damen und Herren. Vor zwölf Jahren habe der Sturm Kyrill dem Wald den größten Schaden seit mehr als 200 Jahren zugefügt, aber die beiden Stürme Friederike (2018) und Eberhard (2017) haben die Population des Borkenkäfers in die Höhe schiessen lassen, fügt er hinzu. „Jeder soll einmal in die heimischen Wälder gehen und sich die Frage stellen, was man den wohl tun könne. Sieht man die Fichten am Dünnenberg oder oberhalb des Friedhofs, es ist einfach grausam. Keine der hochgewachsenen Fichten wird diese Desaster überstehen“, meinte er. Dieser Zustand des Waldes stellt alles bisher negative in den Schatten. 

Informationen direkt vor Ort, auf einem Kahlschlag an den Pflanzgärten.

Schon vor vielen Jahren, als das Waldsterben begann, habe man den Wald gekälkt, das habe auch funktioniert und werde im nächsten Monat in Belecke wieder durchgeführt, berichtete Dictus. Doch das Sterben den Waldes war bisher ein ruhiger Prozess, der jetzt mit aller Gewalt explodiert ist. Schon in wenigen Wochen wird man keine grünen Fichten im Wald sehen, sie sind jetzt schon alle tot, abgestorben, ausgetrocknet. Keine Person, die seit vielen Jahren mit dem Wald zu tun hat, hat so etwas erlebt, da ist es ganz gleich, ob es altgediente Förster, Jäger oder Holzeinkäufer sind, so extrem war es seit den Aufzeichnungen noch nie. 

Förster Henning Dictus im Gespräch mit den interessierten Bürgern

Die Fichte gibt es in der hiesigen Gegend erst seit 1815, als Warstein zu Preussen gehörte, es gab damals keine Forstwirtschaft. Bis dahin hatte jeder Bürger das Recht, sein Holz aus dem dem Wald zum Bauen, für Brennholz und die Waldfrüchte zur Fütterung seines Viehs zu nutzen. Erst mit Einführung der Montanindustrie im Westertal bemerkten die Verantwortliche, dass der Wald endlich ist. Fast nur Eichen und Buchen wuchsen bisher hier und wurden zu Holzkohle verarbeitet. Erst ein Bergbauingenieur kam auf die Idee schnellwachsende Fichten anzubauen. Und so wurde der Wald nach und nach zur Monokultur. Bei einer Forstinventur von 1871 lag der Fichtenanteil schon bei 17 Prozent, 1956 waren es 56 Prozent und 1988 schon über 60 Prozent. Die großen heimischen Sägewerke wie Fisch, Egger und Hüster verlangten immer mehr Bauholz für die Industrie und es wurde immer mehr Fichten gepflanzt. „Bänker würden sagen, diese Situation sei eine Hochrisikoanlage“, meinte Dictus zu dieser Situation, die sich jetzt auch wohl bestätigt habe. 

Das Extrem begann mit Sturm Friederike am 18. Januar 2018. Der Wald war sehr schwer gebeutelt, dazu noch der heiße, trockene Sommer 2018 fast ohne Niederschlag von Mai bis September, dann Sturm Eberhard am 11. März 2019. Es war keine Zeit den Windbruch aus dem Wald zu holen und der Borkenkäfer konnte sich blitzartig ausbreiten. Wenn die Tochter von Förster Dictus als kleines Kind eine große Zahl meinte, sagte sie immer.“ tausentrillionentausend“. Und dies trifft wohl wirklich zu. Millionen von Borkenkäfern riechen die Stresshormone der Fichten. Der Borkenkäfer besetzt ihn, legt Eier zwischen Rinde und Holz und die Fichte kann sich durch das fehlende Harz nicht wehren. Dann dauert es bei einem befallenen Baum nur sechs bis acht Wochen, der Baum stirbt. 

Dieser exorbitante Zustand geschieht seit etwa drei Wochen im Belecker Wald. „Alle Fichten sind befallen, alle sind kaputt, das Holz hat normal eine Feuchte von 100 Prozent, jetzt nur noch 40 bis 50 Prozent und er zeigt Risse, ist somit nicht für alles nutzbar“, stellte Dictus fest. 

Auch der 15 Wochen alte “Ole”, Henning Dictus neuer Hund, war mit.

„Wir müssen uns von der Fichte verabschieden, sofort und für immer. Der Boden ist trocken und da reichen auch 100 Millimeter Regen nicht aus. Was sich in diesen Wochen in Belecke abspielt, das passiert in der nächsten Zeit in ganz Europa. Es ist eine extreme Marktsituation und der Markt ist übersättigt“, berichtete Dictus und verbreitete dennoch Hoffnung für den heimischen Wald. 

Eine Entscheidung über die Zukunft des Waldes müsse sehr kurzfristig gestellt werden, so der Stadtförster. Und da ist die Natur schon selbst aktiv geworden. Auf den Kahlschlägen wachsen mittlerweile wieder Birken, Weisstanne, Buchen, Fichten, Eichen, Eberesche, Weide, Thuja, Kiefer, Lärche, Douglasie und an wenigen Stellen auch Wildkirsche. Die Frage ist, so Dictus: „Was wollen wir mit dem Wald machen? Soll er ein Wirtschaftsfaktor werden? Soll er in Zukunft zur Erholung da sein? Was möchten unsere Enkel oder Urenkel mit dem Wald machen? Wie wird das Klima? Alles Fragen die wir jetzt beantworten müssen? Jetzt!“, darüber mache ich mir Gedanken, darüber muss auch die Politik in allernächster Zeit mitentscheiden. Fest steht, dass es in Zukunft keine Monokulturen geben wird, es wird ein Mischwald werden, wenn es das Klima in den nächsten Jahren zulässt.

Zur Zeit sind die Nadelgehölze Douglasie und Weisstanne die Favoriten für die heimischen Wälder. Diesen Gedanken hatten die Belecker Förster schon vor über 100 Jahren, als sie im Wald am Kallerweg Douglasien pflanzten, für sehr viel Geld mit Setzlingen, die sie aus Amerika eingekauft hatte. Heute sind es stattliche Bäume, bis zu 40 Meter hoch und, bis jetzt nich nicht vom Borkenkäfer befallen. 

Ein kleines Dankeschön von Hans-Jürgen Raulf an Henning Dictus für den Rundgang zum 10. Werkstattgespräch des Heimatvereins 

Im Anschluss an dieses überaus interessante Gespräch, das dann ein sehr belehrend und informativer Spaziergang war, überreichte Heimatvereinsvorsitzender Hans-Jürgen Raulf an Henning Dictus eine kleine Staffelei mit einem kleinen Gedicht: „Hasenjagd“. Alle waren sich einig, dass dieses „Werkstattgespräch“ sehr faszinierend war und jeder mit einem anderen Blick durch den Wald gehe. (Msp)

Hegering Warstein stellte zweites Insektenhotel an der Bohnenburg auf

Zwischen Wald- und Feldrand, in unmittelbarer Nachbarschaft der Bohnenburg stellten die Mitglieder des Hegering Warstein zusammen mit dessen Förderverein ein neues Insektenhotel auf. Es ist bereits das zweite Insektenhotel, das der Hegering in Warstein errichtet hatte. „Spaziergänger hatten uns in den letzten Monaten angesprochen und uns animiert, ein weiteres Hotel für Insekten aufzustellen“, so dessen kommissarischer Vorsitzender Georg Grewe während der Fertigstellung der Nist- und Überwinterungshilfe. 

Mit Gittersteinen, Eichenklötzen, Fichtenzapfen und Bambus bestückten die Mitglieder des Hegerings das neue Insektenhotel.

Neben der eigentlichen Jagdausübung und Hege, hat sich die Arbeit der Jägerschaft in den letzten Jahren gewandelt. Man geht nicht mehr nur auf Jagd, sondern die Männer und Frauen haben sich in besonderen Weise auch dem Naturschutz verschrieben. So legen sie Wildäcker oder gar ganze Biotope an und dazu gehören auch Insektenhotels. „Wir können mit diesen kleinen Schritten nicht die Umwelt retten, aber wir versuchen mit dem Aufstellen des zweiten Hotel die Umwelt zu verbessern. Wir hoffen, dass in den nächsten Wochen viele Nützlinge, wie Hummeln, Wildbienen, Wespen, Florfliegen, oder Ohrwürmer in unserem Hotel einziehen und hier überwintern“, so Grewe und bedankte sich bei Kurt Mues und Norbert Bigge vom Förderverein für ihr Engagement.  

Auch die Kinder beteiligen sich aktiv am Insektenhotels.

Die Insekten sind für unsere Umwelt und den Naturhaushalt unverzichtbar, sie bestäuben Blumen, Bäume und viele andere Pflanzen und stehen gleichzeitig den Vögeln, Kleinsäugern und Amphibien als Nahrung zur Verfügung. Nur mit den Insekten können die Vögel überhaupt überleben. Sogar Körnerfresser benötigen zur Aufzucht ihrer Brut Insekten, Würmer und Maden. Alle Insekten benötigen natürliche Schlupfwinkel, wie Lehm, Totholz, Stroh oder Rinden. Mit diesem Insektenhotel hofft der Hegering einen richtigen Platz gefunden zu haben. 

Die Jagdhornbläser waren beim Herrichten des Insektenhotels mit ihrer Musik beteiligt.

Im Bereich Warstein hat sich die Kreisjägerschaft Soest dem Projekt „Insektenhotel“ verschrieben. Sie bieten den einzelnen Hegeringen die Gestelle im Bausatz an, die dann von den Jägern in Eigenregie zusammengebaut, errichtet und bestückt werden. Für die Beschaffung des Material wie Gittersteine, Eichenholzstücke mit Bohrlöchern, Bambus- oder Reisigröhrchen oder Fichtenzapfen waren Maike und Tomas Beele, beide Obleute für den „Lernort Natur“, zuständig. 

Über das neue Hotel nur für Insekten freuen sich die Mitglieder des Hegerings Warstein und dessen Förderverein.

An beiden Insektenhotels, hier an der Bohnenburg und im Bilsteintal sind Informationstafeln angebracht, auf der die Funktionsweise des Hotels erklärt ist. Wanderer und Naturfreunde sind eingeladen am Insektenhotel zu verweilen um das Summen, Schwirren und Krabbeln der kleinen Tiere zu beobachten. Mit dem Aufstellen des Insektenhotels ist es dem Warsteiner Hegering daran gelegen, einen aktiven Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Sie möchten hiermit Impulse geben, dass sich interessierte Bürger engagierten und sich für die Natur einsetzen. 

Neben der Familie Mengeringhausen erfreuen sich auch die angrenzenden Revierpächter Dieter Gleich und Clemens Becker an diesem Insektenhotel, dass in der Landschaft an der Bohnenburg seinen Platz gefunden hat. (msp)

Gedanken von Hermann-Kroll-Schlüter zum Thema Einweg-Plastikprodukte

Seit den 50er Jahren hat die Menschheit mehr als acht Milliarden Tonnen Plastik produziert. Überall ist Kunsstoffmüll zu finden: In der Umwelt, in den Meeren, in den Mägen von Tieren und sogar in menschlichen Stuhlproben wurde schon Mikroplastik gefunden.

Die Europäische Union macht Ernst mit dem Verbot von Einweg-Plastikprodukten. Die vereinbarte Richtlinie soll ab 2021 in der gesamten EU umgesetzt werden, sie sieht auch neue Auflagen für Verpackungen und Getränkeflaschen vor.

Ziel: Eine Trendwende beim Plastikverbrauch einleiten – und vor allem die Zunahme an Plastikmüll in den Weltmeeren zu stoppen. Denn der ist, warnt die EU-Kommission, für viele Fische, Vögel oder Schildkröten lebensbedrohlich. 

Verbote betreffen: 

  • Trinkhalme
  • Teller
  • Besteck
  • Luftballonstäbe
  • Rührstäbchen für Kaffee
  • Wattestäbchen
  • Verpackungen aus aufgeschäumtem Polystrol, wie sie beim To-Go-Kauf von Lebensmitteln oder Getränken benutzt werden. 

Verboten wird außerdem sogenanntes „oxo-abbaubares Plastik“, ein Material mit Metallbeimischung, das zum Beispiel für dünne Beutel und Verpackungen verwendet wird und im Müll in kleinste Mikroteilchen zerfällt.

Wissenschaftliche Anfrage:

Oldamur Hollóczki, Universität Bonn in FAZ vom 20.4.2019:

„Im Laufe der Jahrzehnte haben Wissenschaft, Ingenieurswesen, Ökonomie und Gesetzgeber ein Netzwerk komplizierter Prozesse erarbeitet, das den Lebenszyklus von Plastik reguliert. Weil sie sehr belastbar sind, sollte man Plastikmaterialien wiederverwenden. Wo das nicht geht, mag gleichwohl Recycling möglich sein, also die Herstellung neuer Produkte aus Müll. Was sich nicht wiederverwerten lässt, kann Energie in Müllkraftwerken erzeugen. Wir benutzen in Fossilbrennstoffkraftwerken ohnehin Öl, die Verbrennung von Plastik, das aus Öl gemacht wurde, feuert also kein zusätzliches Kohlendioxid in die Atmosphäre, sofern sie Öl ersetzt; das Öl hat dann sozusagen nur einen Umweg von der Quelle zum Kraftwerk gemacht, um als Giftschutzanzug oder als Lutscherstengel zu dienen.

Prinzipiell könnte Plastik damit, wenn man es weltweit selektiv einsammelt, wiederverwendet, recycelt oder verbrennt, sogar zu den „grünsten“ Materialien gehören. Perfekt funktioniert das allerdings nicht – wir schmeißen zu viel Plastik weg, und einiges davon landet in den Meeren. Dieses Leck betrifft nur zwei Prozent der Plastikproduktion, aber das sind immer noch acht Millionen Tonnen jährlich… Unlängst haben chinesische Wissenschaftler erkannt, dass eine Mottenspezies Polyethylen verdauen kann, mit Hilfe plastikverzehrender Bakterien in ihren Eingeweiden. Und japanische Forscher haben eine Bakterienart identifiziert, die Plastikflaschen frisst. Es sieht so aus, als könnten wir mit dem Problem fertig werden…“

Schlussfolgerung:

Regelbasierte Nachhaltigkeit und kreislauforientierte Produktionsweiseoder Verbote

Hermann Kroll-Schlüter

Juni 2019

Krautbund binden, Kräuterweihe und „Coffee Stop“

Am kommenden Freitag, 16.08., sind alle Kinder mit Eltern oder Großeltern im Rahmen des Belecker Ferienprogramms ab 16 Uhr ins Heilig-Kreuz-Zentrum (Adolf-Kolping-Straße 3, Belecke) zum Krautbundbinden eingeladen.

Es werden die Kräuter bestimmt und zu einem Krautbund zusammengebunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach kommen! Am kommenden Sonntag, 18.08., findet dann im Rahmen des Hochamts, das um 10.30 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche beginnt, die Krautbundweihe statt. Nach dem Gottesdienst ist wieder “Coffee Stop auf dem Kirchplatz”, der dieses Mal von der kfd organisiert wird. Dann wird die Gemeinschaft, die im Gottesdienst gefeiert wird, auch anschließend auf dem Kirchplatz bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Saft fortzusetzen und man kommt so miteinander ins Gespräch.

Ab in die Brex!

Ferienlager der Pfadfinder im Brextal

Dies war der erste Gedanke der 22 Kinder/Jugendlichen und ihrer sechs Leiter des Pfadfinderstamms Belecke, als sie nach einer abenteuerlichen Bus- und Bahnfahrt bei gefühlten 40 Grad viel später als geplant am Zeltplatz im Brexbachtal ankamen. Und dies wurde nach einer kleinen Stärkung auch direkt umgesetzt – Schuhe aus und ab ins kühlende Nass! 

Damit begann ein schönes, sonniges und ereignisreiches Zeltlager.

Das sonnig heiße Wetter hatte allerdings die Planung etwas durcheinander gebracht. Heiß gewordene und verzogene Zeltstangen mussten improvisiert werden und wegen der hohen Brandgefahr, durfte leider in den ersten Tagen kein Lager- und vor allem kein Küchenfeuer entfacht werden. Dies hielt die Belecker Pfadfinder jedoch nicht davon ab, vier Küchen mit Abdächern und Hochfeuerstellen für die einzelnen Sippen aufzubauen, auch wenn vorerst nur auf Gas gekocht werden konnte. 

Danach wurde die Umgebung erkundet, ein Hängemattenparadies gebaut, Freundschaftsbänder geknüpft, Workshops zur Vorbereitung des Haiks besucht und natürlich ging es immer wieder – ab in die kühlende Brex! 

Nach vier Tagen mit größter Hitze wurde es allen zu viel und der etablierte Sonnentanz wurde in einen Regentanz umgewidmet. Das erste Lager, in dem sich alle Regen wünschten – und es hat funktioniert! Am späten Nachmittag kamen die ersten Tropfen und in der Nacht schauerte es. 

Ab da durfte endlich auf den Hochfeuerstellen gekocht und abends Lagerfeuer mit Stockbrot, karamellisiertem Mäusespeck und Gesang genossen werden. 

Das Bergfest (Halbzeit des Lagers) haben die Stufen auf ihren Haiks (Wanderlager) gefeiert. Bepackt mit Zelt, Schlafsack, Isomatten, kleinem Kocher und Topf waren die Rover und Juffis drei Tage unterwegs. Während dessen haben Sie sich eine Unterkunft zum Schlafen gesucht und hierbei interessante Begegnungen gehabt. Die Wölflinge waren zwei Tage auf dem Haik und übernachteten im Pfadfinderhaus der Seepfadfinder in Koblenz. Dies war vor allem für zwei Leiter und deren Kinder ein besonders schöner Moment, denn sie waren dort lange als Leiter tätig. 

Nach dem alle Gruppen wieder gesund, mit nur wenigen Blasen und relativ munter am Zeltplatz ankamen und sich alle wieder eingelebt hatten, gab es viele weitere Angebote. Vom Chaosspiel, über gruppendynamische Spiele, kleine Wanderungen, freiem Spiel bis zur Nachtwanderung war für jeden das Passende dabei. Wie in jedem Lager wurde von den Teilnehmern als Erinnerung an das Lager eine Jurtenplane (großes Zelt) mit typischen Merkmalen des Lagers sehr ideenreich und künstlerisch gestaltet. 

Traditionell wurde am letzten Tag, neben dem Abbauen, das Abendprogramm und große Buffet von den Teilnehmern vorbereitet. Bei ausgelassener Stimmung wurden Fernsehsendungen wie „Herzblatt“, „Schillerstraße“ und „Schlag den Leiter“ nachgespielt.

Nach diesem gelungenen Zeltlager freuen sich schon jetzt alle Pfadfinder auf die kommenden Gruppenstunden und das nächste Lager.

„Walderlebnis mit dem Ranger“ im Ferienprogramm

Zum „Walderlebnis mit dem Ranger“ rief die Belecker Kirchengemeinde St. Pankratius im Rahmen des Ferienprogramms auf. 

30 kleine Natur-Erkunder und ihre erwachsenen Begleiter trafen sich dazu in der vergangenen Woche im Bibertal. Nachdem die von Ranger Klaus-Dieter Hötte begrüßt worden waren, hieß es direkt spielerisch einzusteigen in die spannende Welt des heimischen Waldes. „Wer weiß wohl am besten, was im Forst wächst und was nicht?“ fragte der Fachmann und gab das Startzeichen für „Pfusch im Busch“, dem Spiel wo Möhren an Holunderbüschen wachsen, Kidneybohnen unter Fichten sprießen und Kiwis, wie Eicheln am Waldboden liegen.

Eifrig machten sich die Kids daran, die Früchte, die dort nichts zu suchen hatten, einzusammeln. Staunend lauschten sie danach der Akustik eines hohlen Baumes: „Das klingt ja wie ein ganzer Bienenschwarm“, wunderten sich auch die Erwachsenen über die natürliche Geräuschübertragung. „Ist das ein Steinmader oder doch ein Dachs?“ Ein munteres Waldtier-Raten beschäftigte im Anschluss die Drei- bis Zwölfjährigen beim Betrachten der Exponate der „Rollenden Waldschule“.

Mit Spannung verfolgte die Besucherschar auch die Geschichten der der Ranger aus seinem Arbeitsalltag zu berichten hatte. Lehrreich waren auch sie allemal. „Ich bin einmal im Winter von einem Wildschwein angegriffen worden. Weiß jemand, wie man sich in so einem Fall am besten verhält“, fragte Hötte etwa und lieferte natürlich postum die richtige Antwort: „Wildschweine können ganz toll riechen, aber nicht so gut sehen. Am besten ist es, wenn ihr auf eine Rotte oder einzelne Tiere stoßt, ganz still stehen zu bleiben und keinen Lärm zu machen.“ Nach weiteren Abstechern im „Grünen Klassenzimmer“ und ein paar Runden für ganz Mutige im eiskalten Tretbecken gab es an der Sprunggrube noch ein weiteres Wettspiel. Alle Gewinner bekamen einen Rüthener-Esel-Orden.
Text und Foto: Gaby Schmitz

Weitere Aktionen im Belecker Ferienprogramm findet Ihr hier: https://www.pastoralverbund-moehnetal.de/pv-moehnetal/index.phtml?dia_id=2&ber_id=5490&inh_id=117994

Weitere Aktionen im Belecker Ferienprogramm findet Ihr hier: https://www.pastoralverbund-moehnetal.de/pv-moehnetal/index.phtml?dia_id=2&ber_id=5490&inh_id=117994

Wiederbeginn nach der Sommerpause: „Offener Trauertreff“ des Hospizkreises Warstein

Jeder Verlust, insbesondere der Tod eines nahestehenden Menschen, verändert oft schlagartig das Leben. Für Menschen, die sich mit ihrer Trauer auseinandersetzen möchten, bietet der Hospizkreis Warstein ab dem 2. September wieder einen offenen Trauertreff an. An jedem ersten Montag im Monat findet das Angebot statt, zu dem Menschen, die bei der Bewältigung ihrer Trauer um einen Verstorbenen Unterstützung suchen, willkommen sind.
Wir bieten einen geschützten Raum, in dem Platz für Gespräche ist und in dem man sich mit Menschen in einer ähnlichen Situation austauschen kann. Begleitet wird der Trauertreff von den qualifizierten Trauerbegleiterinnen und Mitarbeiterinnen im Hospizkreis Warstein Anna Berner und Margret Weber-Laumann. 
Der nächste offene Trauertreff findet am Montag, 2. September von 17:30 bis ca. 19 Uhr im Gemeindezentrum St. Pankratius Warstein, Pfarrer-Menge-Weg 10 statt. Die Einladung richtet sich an alle Trauernden, unabhängig von Alter, Herkunft und Religion. Der Verlust sollte mindestens acht Wochen zurückliegen. 

Das Angebot ist für die Teilnehmenden selbstverständlich kostenlos und unverbindlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Rückfragen steht Anna Berner unter der Telefonnummer 0170 9440319 gerne zur Verfügung.

Musik am Wilkeplatz – Ein Genuss am Samstagabend

Der Wilkeplatz im Bereich der Pizzeria da Vinci, Api´s Eisdiele, La Fontana und Hotel Röttger war am Samstagabend ein wahrer musikalischer Publikumsmagnat. Die Band „4Acoustics“ mit der Besetzung Dietrich „Matto“ Mattweis (Bass), Dietmar Bohne (Schlagzeug), Wolfgang Zerbs (Gitarre) und Werner Kühle (Gitarre und Flöte)…

…spielte alt bekannte Lieder von Eric Clapton, Jethro Tull, REM, Paul Simon, Abba und nach Wunsch der vielen Gäste, die es sich in den Außengastronomiebetrieben gemütlich gemacht hatten. Für viele ein unvergessener musikalischer Abend, der sicherlich gerne wiederholt werden möchte. (msp) 

Aktionstag: Alphorn am 27. Juli

Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Faszination Alphorn“ lädt der ANNO-Museumskreis zu einem besonderen Aktionstag in das Museum Schatzkammer Propstei ein. Alphornbauer Hubert Hense, der sich seit 2004 auf die Produktion von alpenländischen Musikinstrumenten spezialisiert hat und diese vollständig in Handarbeit herstellt, wird am Samstag, 27. Juli interessante Informationen rund um das Alphorn geben. Dazu demonstriert er beispielhaft die Entwicklung der Instrumente vom Baumstamm bis zum fertigen Alphorn und die Besucher können so ihre hochwertige Verarbeitung bestaunen. Dazu musizieren die Norbert Großewinkelmann und Hubert Hense mit weiteren Alphornbläser im Pfarrgarten der Propstei und erfreuen die Gäste mit dem vollen, harmonischen Klangbild ihrer Instrumente.

Diese Aktion wird am kommenden Samstag von 15.00 bis 17.00 Uhr angeboten. Die Sonderausstellung dauert noch bis Sonntag, 4. August und kann zu den bekannten Museumsöffnungszeiten – mittwochs – samstags – sonntags jeweils von 15.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden.