Lokal Einkaufen – #supportyourlocals

Ab dem 2. November treten deutschlandweit zusätzliche Maßnahmen in Kraft. Die Maßnahmen werden bis Ende November befristet. Gastronomiebetriebe, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen. Auch Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege (Fitness- und Massagestudios) sowie Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind werden geschlossen.

Zurzeit heißt es für viele wieder #wirbleibenzuhause. Hieran sollten wir uns auch alle halten, damit die Maßnahmen möglichst schnell zum Erfolg führen und wir innerhalb der Familien ein schönes Weihnachtsfest erleben können. Für unsere Unternehmen vor Ort ist dies jedoch wieder eine besonders schwierige Lage – insbesondere für die Gastronomen und viele Dienstleister in der Stadt Warstein. Unterstützen Sie die lokalen Unternehmen, damit es auch nach der Krise noch attraktive Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten in unserer Stadt gibt“, rufen Jeroen Tepas (Stadtmarketing) und Dirk Risse (WiFö) die Bürgerinnen und Bürger auf.

Während sich das Leben wieder in die eigenen vier Wände verlagern soll, bedeuten die aktuellen Bedingungen für Gastronomiebetriebe und viele Dienstleister große Herausforderungen. Aber wie können wir sie weiterhin unterstützen? Der Stadtmarketing Warstein e.V. und der Wirtschaftsförderer der Stadt Warstein haben einige Tipps zusammengefasst.

1. Essen liefern lassen oder zum Mitnehmen ordern

Restaurants oder Imbisse haben in der Coronakrise das Angebot erweitert und einen Liefer- bzw. Abholservice eingerichtet. So können die Lieblingsgerichte direkt nach Hause geliefert werden. Alternativ kann das Essen telefonisch bestellt und vor Ort abgeholt werden.

Bei der Abholung ist bitte auf die Einhaltung von einem Mindestabstand von 1,5 Metern zu achten. Außerdem ist aktuell auf mitgebrachte Plastikdosen zu verzichten. Die Bezahlung erfolgt nach Möglichkeit mit EC-Karte. Trinkgeld wird natürlich gern gesehen 🙂

2. Umbuchung von Reservierungen

Sicher freut man sich auf den geplanten Geburtstag oder andere Feierlichkeiten. Auch die Gastgeber hätten gerne Gäste herzlich willkommen geheißen. Anstatt komplett abzusagen, könnte die Reservierung aber auch einfach um geplant werden. Vorfreude ist doch die schönste Freude.

3. Gutscheine kaufen

Hier können alle helfen! In der aktuellen Situation scheinen Gutscheine wenig zu bringen, da sie oftmals nicht sofort eingelöst werden können. Für Restaurants, Cafés oder kleine Lädchen dienen diese Gutscheine aber als eine Art Kredit, für den die Leistung erbracht wird, sobald die Maßnahmen es wieder zulassen. Direkt per Anruf in der Gastronomie oder dem Dienstleister nachfragen, ob Gutscheine nach Hause geschickt werden können oder auf deren Webseiten nach aktuellen Informationen schauen.

4. Online-Shopping

Auch hier können wir alle tätig werden! Wenn wir von Online-Shopping reden, meinen wir hierbei natürlich lokale Geschäfte, die einen Onlineshop haben, und NICHT die großen Online-Riesen! Das Bekleidungsgeschäft um die Ecke hat einen Onlineshop? Viele unserer Händler bieten aktuell einen eigenen Service an.

5. Werdet Fans

Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, wie die aktuelle Lage in dem Lieblingslokal & Restaurant aussieht, erfährt man auf den Social-Media-Kanälen der Unternehmen. Viele posten dort Angebote, Aktionen oder allgemeines zur Lage im Geschäft.

Ähnlich wie auch schon im Frühjahr soll eine Unterseite auf der Webseite des Stadtmarketing Warstein e.V. unter https://www.stadtmarketing-warstein.de/de/Unsere-Stadt/Lokal-einkaufen-supportyourlocals sowie in der gleichnamigen Facebookgruppe https://www.facebook.com/groups/2620287064891579/?source_id=343969409607605  ab sofort wieder in der Corona-Krise alle besonderen Angebote und Dienstleistungen der Unternehmen für die Bürgerinnen und Bürger übersichtlich zusammenführen und somit die örtliche Gastronomie, den Einzelhandel und Dienstleister der Stadt Warstein unterstützen.

Fotos vom 20. Oktober…

Das Textil-Geschäft Linn schliesst zum Ende des Jahres 2020.
Vorm Bahnübergang in der Bahnhofstrasse.
Brückenbau vor der Stadtbücherei…
… ist fast festgestellt.
Herbstfarben am Mühlengraben.
Kuh und Kälber in den Westerwiesen.
Herbst an Lanfer, Ecke Silbkestrasse.

(msp-Fotos)

Spaziergang im heimischen Wald

Der Gemeine Stinkmorchel wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2020 ernannt.

Obwohl sich der Wald in Belecke seit einigen Monaten grundlegend geändert hat ist es doch schön, hier zu laufen und einen Blick auf den Boden zu werfen. Dort wird sich jeder Wanderer wundern, hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Im Bereich der Hülsenbüsche fand ich einige besondere Schönheiten: zu den Waldpilze gehört auch der Gemeine Stinkmorchel, eine Pilzart aus der Familie der Stinkmorchel. 

Der Pilz wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zum Pilz des Jahres 2020 ernannt. Sein Wissenschaftlicher Name: Phallus impudicus. 

Ein noch junger giftiger Fliegenpilz.

(msp)

Projektaufruf GAK-Kleinprojekte 2021

Liebe Vereinsvorstände, sehr geehrte Damen und Herren,

wie bereits auch im letzten Jahr möchte ich erneut darüber informieren, dass es neben dem Leader-Förderprogramm auch das sog. Regionalbudget gibt.

Hier können Projekte bis 20.000 € mit 80% gefördert werden. Insgesamt ist das Regionalbudget etwas „unkomplizierter“ als Leader.

Für 2020 waren die Fördermittel „ruckzuck“ aufgebraucht. In der angehängten Pressemitteilung werden wir alle zur Abgabe neuer Förderanträge zum Regionalbudget 2021 aufgefordert.

Ich möchte Sie/Euch daher bitten zu prüfen, ob Ihr ein Projekt habt für das Ihr einen Förderantrag stellen könntet. Ich gehe davon aus, dass das Budget 2021 ebenfalls schnell überzeichnet sein wird.

Bei Fragen stehen die Regionalmanagerinnen Frau Weischer und Frau Hunstig-Bockholt zur Verfügung.

Die Frist für die Abgabe eines Förderantrages ist leider schon der 
30. November 2020.

Ich wünsche allen VIEL ERFOLG!

Heiner Maas, Ortsvorsteher Belecke

Pressemitteilung

Neue Projektideen gesucht!!!

Bewerbungsphase für die GAK-Kleinprojekte 2021 startet

Geseke, 15.10.2020 – Die GAK-Kleinprojekte ermöglichen seit zwei Jahren die Förderung von zahlreichen baulichen Maßnahmen mit einer attraktiven Förderquote von 80% und sind damit ein wahrer Glücksfall für den 5verBund. Heute startet die Bewerbungsphase für das Jahr 2021. Nun sind neue Ideen aus der Region gefragt!

31 erfolgreich umgesetzte Kleinprojekte in zwei Jahren sprechen für sich. Ob Platzgestaltungen, Kinderspielplätze oder Ausstattungen von Dorfgemeinschaftshäusern, die Ideen sind vielfältig – und alle wurden durch die GAK-Förderung in der Region ermöglicht. 

Wenn Sie auch eine solche oder ähnliche Idee in Ihrem Ort umsetzen möchten, bewerben Sie sich bei der LAG 5verBund um eine Förderung. 

Ab sofort bis zum 30.11.2020 können sich Projektträger aus den Städten und Gemeinden Anröchte, Erwitte, Geseke, Rüthen und Warstein mit ihren Ideen um eine Förderung bewerben. 

Förderfähig sind investive Maßnahmen, die eine Gesamtsumme von 20.000€ nicht überschreiten, der Regionalen Entwicklungsstrategie entsprechen, noch nicht begonnen wurden und im Kalenderjahr 2021 umgesetzt und abgerechnet werden können.

Treffen diese Voraussetzungen zu, kann ein Projekt mit 80% als GAK-Kleinprojekt über den „Sonderrahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes” (GAK): “Förderung der ländlichen Entwicklung” gefördert werden.

Interessierte Projektträger können ihre Projektideen bis zum 30.11.2020 bei der LAG 5verBund einreichen. 

Die Lokale Aktionsgruppe wird im Januar 2021 im Rahmen ihrer Vorstandssitzung die Kleinprojekte bewerten und auswählen.

Die Regionalmanagerinnen Kathrin Hunstig-Bockholt und Pia Weischer stehen für Fragen und Tipps rund um die Beantragung gerne zur Verfügung. Bitte nehmen Sie im Vorfeld Ihrer schriftlichen Bewerbung unter Tel. 02942 9772558 oder kontakt@leader-5verbund.de Kontakt auf.

Antragsunterlagen und Informationen: 

  • Antragsunterlagen:
    https://www.leader-5verbund.de/info-service/downloads/gak-kleinprojekte/
  • Infos und laufende GAK-Kleinprojekte:
    https://www.leader-5verbund.de/projekte/gak-kleinprojekte/
  • Entwicklungsstrategie der LAG 5verBund:
    https://www.leader-5verbund.de/info-service/downloads/leader/

Text und Foto: LAG 5verBund, Pia Weischer

Bildunterschrift: Die Förderplaketten weisen in der Region auf die Förderung durch die GAK-Mittel hin

Kontakt

Pia Weischer und Kathrin Hunstig-Bockholt
Regionalmanagerinnen

LAG 5verBund – Innovation durch Vielfalt e.V.
Steinweg 4b
59590 GesekeTelefon: 02942 – 9772558
www.leader-5verbund.de
Facebook www.facebook.com/5verbund

Neujahrskonzert der Stadt Warstein 2021 wird abgesagt

Das Neujahrskonzert der Stadt Warstein, das – organisiert im Rahmen der Kupferhammer-Konzerte – seit 1997 in der Belecker Aula stattfindet, muss im kommenden Jahr ausfallen.

Mit großem Bedauern teilen die Stadt und die veranstaltende Warsteiner Kulturinitiative “Ki” die Corona-bedingte Absage mit. Da nach den derzeit geltenden Sicherheitsauflagen für die Neue Aula lediglich 100 Besucherinnen und Besucher zugelassen werden könnten und die Bühne unter den vorgeschriebenen Abstandsregeln für ein Orchester zu klein ist, haben die Veranstalter im Benehmen mit der Stadt die Vorbereitungen des Konzerts eingestellt. – Die “Ki” stellt allerdings Überlegungen an, ob statt des Orchesterkonzerts zu Beginn des Jahres ein Kupferhammer-Konzert im üblichen Rahmen veranstaltet werden kann.

Kommunionfeier in der Heilig-Kreuz-Kirche

In der Gemeinde St. Pankratius Belecke empfangen in diesem Jahr 18 Jungen und Mädchen zum ersten Mal die heilige Kommunion. Die Vorbereitungszeit war mit dem Thema „Jesus, erzählt uns von Gott“ überschrieben. Am Sonntag, 11. Oktober 2020 haben in der Heiligen Messe acht Familien die Erstkommunion ihrer Kinder gefeiert. Dabei waren: Alina Dorn, Gabriele Gambino, Joelle Hinderlich, Theresa Ludwig, Inna Propst, Jana Schlegel, Kevin Wanner, Maja Witkowska. (msp)

Vortrag zum Thema Zwischen „Bullerbü und Agrarfabrik“ im Forum des Gymnasiums

Im Jahr werden im landwirtschaftlichen Betrieb Jesse 17000 Ferkel aufgezogen.

So wie vor einigen Jahrzehnten ein landwirtschaftlicher Betrieb geführt wurde, mit säen, ernten und viel Gottvertrauen sind vorbei. Gottvertrauen bleibt, aber es ist doch ganz anders. Viele Fragen,Vorschriften und Gesetze müssen die heutigen Landwirte und dazu gehört Hubertus Jesse, sehr genau beachten. Coronapandemie, Gesetzesänderungen, Gülle, digitale Werkzeuge, Tönnies und Westfleisch, und ganz aktuell die afrikanische Schweinepest. 

Hubertus Jesse, staatlich geprüfter Landweit, seit 1990 selbstständig, erläutert den fast 30 interessierten Zuhören im Forum des Europagymnnasium seine Situation, seinem Betrieb, der bis 1960 in der Belecker Altstadt angesiedelt war und nun seit 60 Jahren am Uelder Weg ansässig ist. Dieser Betrieb bewirtschaftet heute 160 Hektar Ackerfläche und baut für seine 560 Sauen Winterweizen, Raps, Wintergerste, Roggen, Sommergerste, Triticale, Silomais und Ackerbohnen an. Ein Großteil der Ernte verfüttert er direkt an seine Sauen und etwa 17000 Ferkel, die in einem Jahr hier geboren werden. Er selbst leitet denn Betrieb, dazu gehört ein Agrarbetriebswirt, ein Auszubildender und ein Praktikant. Alle Ackerarbeiten werden mit eigenen Maschinen bewirtschaftet, nur Mähen und Gülleverteilung übernehmen Lohnunternehmen. 

Begonnen hatte alles 1960 mit elf Kühen und 60 Mastschweinen, 1970, nach einem Umbau, spezialisierte sich der Betrieb mit 22 Kühen auf Milcherzeugung. Doch bereits ein Jahr später verdoppelte sich die Ackerfläche auf 60 Hektar mit jetzt 380 Mastschweinen. Erst 1978 gabsein Vater Hubert Jesse die Milchproduktion ganz auf und schaffte 400 Sauen an, um die Produktivität zu erhöhen. Eine Herausforderung war in dieser Zeit die angefallene Güllemenge, die Lagerkapazität war klein und diese durfte nur zu bestimmten Zeiten auf die Felder aufgebracht werden. „Heute ist der hohe Nitratgehalt im Erdreich ein großes Problem. In der Gülle selbst ist nur Ammoniak und erst im Boden wird mit Nitrit das gefährliche Nitrat. Bei Temperaturen um 20 Grad Celsius wird in nur einem Tag daraus Nitrat, bei Temperaturen um 5 Grad dauert dieser Prozess sechs Wochen. Heute hingegen wird die Gülle effektiver auf die Ackerflächen verteilt“, erklärt Jesse seinen Zuhörern. 

Eine weitere Problematik sei der Pflanzenschutz, mit ihm müsse der Landwirte Ungräser und Pilzkrankheiten bekämpfen, diese gehe nicht anders, so Jesse. So müssen beim Weizen bis zu fünf verschiedene Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, beim Mais reicht ein Einsatz von Herbiziden. 

1990, nur wenige Tage vor dem Mauerfall übernahm Hubertus Jesse den Betrieb von seinem Vater Hubert. Die Herausforderungen wurden größer, Mitbewerber aus den neuen Bundesländern und aus Osteuropa kamen auf den Markt. Eine Entwicklung die sich bis heute fortgesetzt hat bis zur wirtschaftlichen Orientierung am „Weltmarkt“. 

Seit einigen Jahren arbeitet der Betrieb am Uelder Weg nach der Initiative „Tierwohl“. Dazu wurde vor drei Jahren die Stallfläche um 30Prozent erweitert ohne mehr Tiere zu haben. Stallvorschriften wurden geändert und die Arbeitszeiten für die Mitarbeiter und Auszubildenden wurden attraktiver gestaltet. 

Beim Ausblick für die nächsten Jahre meinte Jesse: „Die Digitaltechnik wird vermehrt eingesetzt, die Düngung und Unkrautbekämpfung wird präziser und der Einsatz von Pflanzenschutzmittel wird optimiert, das geht nicht anders“. Zum Thema Kaufverhalten der Verbraucher meinte er: „Wir müssen auf gesellschaftliche Anforderungen reagieren, letztendlich wird der Bürger aber lieber das preisgünstigere Schweinefleisch kaufen als das vielleicht bessere und teuere. Schweine sind ein wirtschaftliches Risiko. Die Preise für Ferkel sind von März 2020 bis Oktober 2020 um mehr als die Hälfte gefallen, der Markt ist unübersichtlich“, fügt er hinzu und zeigte ein Foto von einem zehnstöckigen Schweinestall in China. Ob dort auch die Arbeiter wohnen, konnte er nicht bestätigen. 

Auf die Frage eines Zuhörers, ob er denn Futtermittel zukaufe, meinte Jesse, dass er theoretisch seine Tiere mit dem eigenen Futter ernähren könne, aber damit die Sauen und Ferkel genügend Eiweiss aufnehmen, müsse er geringe Mengen Soja- und Rapsschrot dazukaufen. Wenn seine Ferkel ein Gewicht von etwa 25 Kilogramm erreicht haben, werden sie schon seit über 25 Jahren an drei Mastbetriebe in direkten Umgebung verkauft. 

Für Hubertus Jesse steht fest, er ist gerne Landwirt. Jeden Abend mache er einen Rundgang durch seine Ställe, die dortige Atmosphäre sei sein Zuhause, hier fühle er sich seit seiner Kindheit wohl. Doch wie es in der Zukunft weitergehe, das könne er heute wirklich nicht sagen und beendete damit seinen einstündigen Vortrag. (msp)