Sternsinger ziehen nach dem Aussendungsgottesdienst zu den Gläubigen

„Segen bringen, Segen sein. Frieden im Libanon und weltweit“ ist das Moto der diesjährigen Sternsingeraktion und auch die St. Pankratius-Gemeinde Belecke beteiligten sich mit 16 Gruppen. Sie zogen von Haus zu Haus, um die Geburt Jesu zu verkünden. Und als Zeichen des Segens schreiben sie an die Haustür „20*C+M+B+20“ Christus Mansionem Benedicat und bedeutet Christus segne dieses Haus. 

Die Sternsinger sendet Pastor Ralf Hubert Bronstert nach dem Gottesdienst aus.

Nach dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 gelang in dem kleinen Land ein weitgehend demokratisches und friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen. Doch das Land steht wieder vor großen Herausforderungen, denn nach Ausbruch des Krieges im Nachbarland Syrien hat der Libanon 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen, ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Die Projektpartner der Sternsinger, Jesuiten-Flüchtlingsdienst und Cariotas arbeiten mit einheimischen Organisationen zusammen. Ziel ist es Frieden und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft zu fördern und da kommt die Unterstützung der Sternsinger wie gerufen. 

Für Belecke sind diese 16 Sternsingergruppen zu wenig und so mussten einige Eltern mitarbeiten und die Kinder mit ihrem Auto zu den entlegenen Häuser bringen. Dort sangen sie dann das Sternsingerlied, leider war nur noch eine Gruppe bereit, der Tradition zu folgen und sangen es in plattdeutscher Sprache. (msp)

Dampflokomotive nach Warstein – kurzer Zwischenstopp in Belecke – viele begeisterte Mitfahrer

Für die Mitreisenden der Dampflokomotive 78468 war es eine erlebnisreiche Fahrt und einige erinnerten sich gerne an die 1950er oder 1960er Jahre. Viele diese Dampfkolosse transportierten Güter und chauffierten Personen im hiesigen Raum von Bahnhof zu Bahnhof. Letztgenannte streng getrennt nach 1. Klasse, 2. Klasse und Holzbank-Klasse auch die dritte Klasse genannt. 

Ganz in Dampf gehüllt: die Dampflokomotive 78468 mit seinen Waggons am Belecker Bahnhof.

Die am Samstag von Lengerich nach Warstein und wieder zum Heimatbahnhof gefahrene Dampflokomotive, die 78468, wurde 1923 bei der Lokomotivfabrik Henschel und Sohn GmbH in Kassel gebaut und am 24. Januar 1924 bei der Reichsbahndirektion Oppeln im Bahnbetriebswerk Gleiwitz in Dienst gestellt. 1998 kaufte die Historische Eisenbahn Oberhausen die Lok von der Deutschen Bahn AG. Nach einer betriebsfähigen Herrichtung der Lok wurde sie durch die Emscherpark Eisenbahn Tourismus Gesellschaft (EPEG) zur Tourismusförderung in NRW eingesetzt. Vor zwölf Jahren kam die Lok im Schlepp einer Diesellok nach Lengerich, wo sie heute regelmäßig gewartet, gepflegt und immer noch aus eigener Kraft zu Sonderfahrten eingesetzt wird. Sie ist 14,8 Meter lang, wiegt 105 Tonnen und hat eine Leistung von 1140 PS. 

Machte am Belecker Bahnhof Halt, die Dampflokomotive 78468, schon einige Male war sie in Belecke.

Am Samstagmorgen startetet die Lok mit einigen Personenwaggons in Lengerich und erreichte mit fast einstündiger Verspätung am Nachmittag den Bahnhof in Belecke und eine viertel Stunden später Warstein. Nach einem fast zweistündigen Aufenthalt wurde das Tagesziel Lengerich wieder angefahren. 

Für den Betrachter ist es schon ein erhabenes Gefühl, wenn so eine, fast 100 Jahre alt Lok, die immer noch mit der alten Technik funktioniert wie am ersten Tag, auf dem Hauptgleis in Belecke immer langsamer wird und still steht. Wenn der Zugführer aussteigt und die Freigabe zur Weiterfahrt erbittet, während einige der mitgereisten Fahrgäste aussteigen. Doch überall Dampf und dann sieht man wie die Fahrgäste durch den wegziehenden Dampf vorsichtig über die Gleise treten, sie sich freuen, glücklich sind so eine Fahrt mitgemacht zu haben. 

Unter Volldampf, angetrieben durch 1140 PS startete die Lok wieder zur Weiterfahrt nach Warstein, hier waren einige Mitreisende ausgestiegen und machten schnell noch ein Foto.

Nach einem kurzen Pfiff setzt sich die über 100 Tonnen schwer Lok mit seinen Waggons und einer Schiebelok, die ihre Dienste an der Haar verrichtete, Richtung Warstein weiter. Diese Schiebelok V36412 verließ am 18.07.1950 den Werkhof der Maschinenbau AG Kiel und wurde nach Abnahmefahrten in Nürnberg Rangierbahnhof am 12.08.1950 von der Deutschen Bundesbahn übernommen. 1979 folgte die Ausmusterung. Am 16.12.2002 dann die Übernahme durch die Eisenbahn-Tradition e.V. Auf einem Lkw-Tieflader gelangte sie nach Lengerich. Wurde generalüberholt und am 3. Dezember 2004 fand dann schließlich die erfolgreiche Endabnahme statt. Ab diesem Zeitpunkt steht die V36412 für Gesellschaftszüge, Überführungsfahrten und als Verstärkungs- und Reservemaschine für historische Dampflokomotiven zur Verfügung und ist auf vielen Strecken in NRW zu sehen. 

Die Schiebelok V36412 
sorgte dafür, dass die Mitreisenden es fast pünktlich bis zum Warsteiner Bahnhof schafften und auf dem Rückweg über die Haar unterstütze sie.

(msp)

Senatorentaufe für Arno Döben und Andreas Wiepck – engagierte Karnevalisten

Sie hatten sich in den letzten Jahren sehr stark im Belecker Karneval engagiert, waren Karnevalsprinzen und nun sind Arno Döben und Andreas Wiepck auch Senatoren der Großen Belecker Karnevalsgesellschaft. Unter den kritischen Augen aller Senatoren und ihren Partnerinnen hatten sie bei ihrem gemeinsamen Auftritt, über das „A“und „O“ des Belecker Karnevals zu referieren. 

Tragen jetzt die Senatorenkappe: Andreas Wiepck und Arno Döben. Sie wurden ihnen von Senatspräsident Hans-Josef Wessel, Vize-Senatspräsident Uli Hoppe und Senatspräsidialhauptassistent Charly Werthmann überreicht.

Und sie trafen mit den verschiedensten Musikauftritten immer ins Schwarze. So hatten sie es geschafft einige Gardisten der JuKa-Prinzengarde zu engagieren, prämierte Karnevalistinnen vom Kostümball, animierten die GBK-Prinzen zum mitsingen, genauso wie die Damen und die Ü65-jährigen. Senatspräsident Hans-Josef Wessel nach den Aufnahmeregularien: „Ich freue mich, dass diese beiden Vollblutkarnevalisten nun in unserer Reihen aufgenommen wurden, dass sie sich bereit erklärt haben dieses Amt mit zu übernehmen und sie diese Ehre gerne mittragen“. Anschließend überreichte er Ihnen die Senatorenkappe. 

Für ihre elfjährige Senatorentätigkeit erhielten Friedbert Schlüter und Hans-Jürgen Raulf ein Präsent. „Friedbert legte beim Prinzenwagenbau immer Hand an und sorgte dafür, dass dieser mit mehr als 5000 Papierrosen geschmückt wurde. Gleichzeitig arbeitete er über 20 Jahre im Redaktionsteam der Narrenschelle mit“, betonte Wessel. Hans-Jürgen Raulf sei ein prägendes Gesicht im Belecker Karneval. Seit über fünf Jahrzehnten gehöre er dazu und seine Karnevalslieder kenne jeder, selbst die Kinder in den Kindergärten singen sein Lied „Monds Karl“ immer gerne, machte Wessel sehr deutlich. Ebenfalls seit 22 Jahren gehören Hans- Gerd Westermann und Peter Krämer zu den Senatoren. (msp)

Sind seit 11 Jahren Senatoren der GBK: Friedbert Schlüter und Hans-Jürgen Raulf.

Neues GW-L2 im Belecker Feuerwehrfuhrpark – 27 Jahre altes GWG wird ersetzt

Die aktiven Wehrleute des Belecker Löschzuges können sich über ein weiteres neues Fahrzeug freuen. Seit einigen Tagen steht ein nagelneues GW-L2, Gerätewagen Logistik, in der neuen Fahrzeughalle. Dieses Einsatzfahrzeug auf einem MAN Fahrgestell löst das 27 Jahre alten und erst 8700 Kilometer gefahrene GWG, Gerätewagen Gefahrgut, ab. Erst seit November 2019 ist ein neues TLF 4000 in Belecke stationiert, auch hier war das Alter des Fahrzeugs ein Grund für die Neuanschaffung. Der Antriebsmotor des GW-L2 hat eine Leistung von 290 PS, dabei handelt es sich um ein 16000 Kilogramm Fahrgestell mit einer Fahrzeughöhe von 3,30 Metern. 

Deutlicher Größenunterschied: links das neue GW-L2 neben dem 27 Jahre alten GWG, Gerätewagen Gefahrgut. 

Vor einigen Tagen informierte Christian Büenfeld, stellvertretender Löschzugführer, Maschinisten und Mannschaft über die Besonderheiten des GWL. Dieses Fahrzeug ist dafür ausgelegt, umfangreiches Gerät für die verschiedensten Aufgaben zur Einsatzstelle zu befördern. Es ist im Wesentlichen zum Transport von Containern, zur Ölschadensbekämpfung, als Schlauchwagen für Waldbrände, für Atemluftgeräten und Flaschen, für ABC-Container und weitere Individuelle Einsatzsituationen bestimmt. Am Heck des Fahrzeuges ist dafür eine Ladebordwand mit einer Nutzlast von 750 Kilogramm angebracht. Bis zu acht Rollcontainer oder Gitterboxen finden auf der Ladefläche Platz. Es wird genauso beladen wie ein ganz normaler LKW, dafür sind ausreichend Befestigungspunkte zur Ladungssicherung vorhanden. Diese Tätigkeiten kann der Maschinist mit Hilfe einer Kamera von seinem Fahrersitz kontrollieren. Ein herausfahrbarer Lichtmast mit maximal sechs Scheinwerfern sorgt für eine optimale Umfeldbeleuchtung bei nächtlichen Einsätzen. Zwischen der Mannschaftskabine und der Ladefläche ist zusätzlich ein Gerätekoffer untergebracht, dort befinden sich weitere zwei Atemschutzgeräte, Stahlseile, Motorsäge, Schutzanzüge, Krankentrage, Anlegeleiter und weiteres Gerät für die Einsatzkräfte. 

Für die Belecker Maschinisten, bzw. Fahrer, des für eine Staffelbesetzung ausgelegtem Einsatzfahrzeug ist eine erneute Einarbeitung auf dem GW-L2 nicht notwendig, die Bedienung im Führerhaus ist identisch mit dem TLF 4000. Hier finden neben dem Maschinisten der Gruppenführer, Angriffstrupp und Wassertrupp Platz und das passende Gerät für die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten. Für beide Trupps hingegen ist die Arbeit auf der Ladefläche eine neue Tätigkeit, die es bis jetzt im Bereich des Löschzuges nicht gegeben hat. Dazu gehört der richtige Umgang mit der Ladebordwand und das Verzurren aller möglichen Rollcontainer. Intensives üben in den nächsten Wochen und Monaten ist genauso wie beim neuen TLF 4000 unerläßlich. (msp)

Neujahrsempfang für alle Bürgerinnen und Bürger

Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Warstein sind eingeladen zum Neujahrsempfang am Samstag, 4. Januar 2020, ab 11 Uhr (Einlass 10.30 Uhr) in der Schützenhalle Hirschberg. Gefeiert werden 45 Jahre Stadt Warstein und die Ernennung als PEFC-Waldhauptstadt 2020.

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung wird der Vortrag von Prof. Dr. Andreas Bitter, Professor für Forsteinrichtung an der TU Dresden und Inhaber der Professur Forsteinrichtung, zum “Wald der Zukunft” und die feierliche Übergabe der Ernennungsurkunde zur PEFC-Waldhauptstadt sein. Für musikalische Unterhaltung sorgen der Bläsercorps der Jagdhornbläser St. Hubertus sowie die Musikkapelle aus Hirschberg. Wie schon seit vielen Jahren so übernimmt auch diesmal wieder das DRK die Kinderbetreuung. Die Moderation übernehmen Jeroen Tepas, Leiter Stadtmarketing, und Reinhold Großelohmann vom Soester Anzeiger. Jeroen Tepas: “Das Programm ist sehr kurzweilig gestaltet, so dass sehr viel Zeit für gute Gespräche bleibt. Das verbindende Miteinander soll im Vordergrund stehen. Schauen Sie einfach vorbei!”

Dank zahlreicher Sponsoren sind bei dem Neujahrsempfang auch in diesem Jahr wieder Getränke und ein Imbiss kostenlos.

Oratorio del Noël von Camilie Saint-Saëns in der Heilig-Kreuz-Kirche

Am Sonntag, den 5. Januar 2020, um 16.30 Uhr  wird den Musikliebhabern in der Heilig-Kreuz-Kirche eine Besonderheit geboten. Das Weihnachtsoratorium „Oratorio del Noël“ von Camille Saint-Saëns singt der Kammerchor Capella Vox Humana zusammen mit Sängerinnen und Sänger der Domkantorei und dem Kammerorchester der Partnerstadt Wurzen mit ihrem Kapellmeister Matthias Hesse. Um das Oratorium nach den Vorgaben des Komponisten aufführen zu können, hat der Warsteiner Chor mit ihrem Dirigenten Heinz-Helmut Schulte auch bekannte Künstler verpflichtet. Sopranistin Tatjana Yang, Mezzosopranistin Sarah Parsons, Alt-Sängerin Almut Orthaus, Tenor Martin Grobe und Julian Koch als Bass. 

Neben den Gesangssolisten wirkt auch Maristella Schulenberg aus Anröchte an der Orgel mit. Sie erhilet 2013 ihren ersten Orgelunterricht und war ein Jahr später als Organistin in ihrer Heimatgemeinde und Umgebung tätig. Während ihres Abiturs 2016 absolvierte sie die kirchenmusikalische C-Ausbildung für den nebenberuflichen Dienst als Organistin und Chorleiterin im Erzbistum Paderborn. Sie studiert seit 2017 kathoilische Kirchenmusik an der Hochschulke für Musik und Tanz in Köln. 

Organistin Mariestella Schulenberg

Harfenklänge in der Heilig-Kreuz-Kirche sind etwas ganz besonders und darauf können sich die Liebhaber der klassischen Musik freuen, wenn Maria-Theresa Freibott im Weihnachtsoratorium mitwirkt. Sie ist mehrfache „Jugend musiziert“-Preisträgerin auf Regional-, Landes- und Bundesebene sowohl in der Wertung „Harfe-Duo“ als auch in der Wertung „Harfe-Solo“. Konzertreisen führten sie unter anderem nach Italien, Polen, der Schweiz, Lettland, Estland, Finnland und Russland und mit dem „Solokonzert für Flöte und Harfe“ von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 2014 nach Südfrankreich. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist sie am Landestheater Detmold als Solo-Harfenistin engagiert. 

Mariatheresa Freigott an der Harfe.

Eintrittskarten sind ab sofort im Vorverkauf im Weinhaus Wieskemper, in der Buchhandlung Dust und bei allenChormitgliedern für 12 Euro erhältlich. Lassen sie sich überraschen und freuen sie sich so auf einen musikalisch angemessenen Ausklang der Weihnachtszeit. Die Chormitglieder bedanken sich bei allen Spendern für die Teilnahme am Crowdfunding. (msp)

Mit diesen Plakaten werben die Sängerinnen und Sänger für das Weihnachtsoratorium am 5. Januar 2020 in der Heilig-Kreuz-Kirche in Belecke. 

Krippenbauer in St. Pankratius waren am Werk

Oftmals ist es die Aufgabe des Pfarrgemeinderates oder des Kirchenvorstandes, wenn in der Kirchengemeinde ehrenamtliches Engagement gefragt ist. Doch in der St. Pankratius-Kirche in der Belecker Altstadt ist es in der Vorweihnachtszeit etwas anders. Dann nämlich macht sich eine Gruppe mit acht Herren, die im Laufe eines Jahres ganz normale Kirchgänger sind, als Weihnachts-Krippenbauer an die Arbeit.

Dieses Foto ziert auch das Dezember-Kalenderbild des neuen Foto- und Terminkalenders 2020 von Michael Sprenger. 

Einige Tage vor dem Weihnachtsfest, so um den 20. oder 21. Dezember, wenn die großen Weihnachtsbäume schon in der Kirche aufgestellt sind, werden sie aktiv. Peter Friederizi, Gerd Kroll, Heinz Budde, Franz Cruse, Hubert Beele, Alfred Tigges, Josef Krieger und Alfred Heine holen aus einem großen Schrank unter der Orgelbühne Kanthölzer, Bretter, Tücher, Gestelle, Kartons und Werkzeug, um die Krippe an dem vorgesehene Platz, dort wo sonst der Taufstein steht, aufzustellen. „Das nimmt schon mal einen ganzen Tag Arbeit in Anspruch“, berichtete Alfred Heine, der schon seit mehr als 20 Jahre mitverantwortlich für den richtigen Aufbau der Krippe ist. Ist das Untergestell mit einem echten Bachlauf fertig, wird frisches Moss, das die Herren einige Tage vorher extra aus dem Wald geholt haben, auf der gesamten Krippe gelegt. „Man darf nichts mehr von dem Unterbau sehen, es muss wie eine echte Landschaft aussehen“, erzählt Heine und ist Stolz auf die gemeinsame Arbeit. Ebenso wird der Hintergrund, mit einem großformatig, gemaltem Bild, Büschen und Zweigen zu einer orientalischen Landschaft, wie sie vor 2019 Jahren ausgesehen hat, hergerichtet.

Alfred Heine und seine Krippenbauer haben die Krippe in der St. Pankratius-Kirche einen Tag vor Heilig Abend fertig aufgestellt.

In jedem Jahr sieht die Krippe etwas anders aus. „Dass muss es auch. Wenn die Kinder in den Weihnachtstagen und in den Tagen danach zur Krippe kommen, um sich die heilige Familie mit dem Jesuskind, den Hirten, Schafen ansehen wollen, müssen sie etwas zu entdecken haben“, erzählte Heine. Und am sechsten Januar, dem Drei-Königsfest, werden die heiligen drei Könige Melchior, Balthasar und Caspar die Krippe komplettieren.

Erst vor fast 20 Jahren war ein umfangreicherer Umbau notwendig. Die Höhlenkrippe, ein aus mehreren uralten Eichenknuisten zusammengeschraubte Krippe war vom Holzwurm heimgesucht. Es gab keine Rettung mehr. Sogar der Schrank, indem die Krippe eingelagert war, hatten die Nagekäfer befallen. Trotzdem ein glücklicher Zufall für die Krippenbauer. Zu diesem Zeitpunkt fand der damalige Pastor Hans-Gerd Westermann auf dem Kirchenboden in einer Kiste einen alten Stall, der vor vielen Jahrzehnten von einer noch älteren Kirchenkrippe stammten musste. Diesen hatten die Krippenbauer in mühseliger Kleinarbeit wieder hergerichtet und steht seit der Zeit im Mittelpunkt der Krippe, er dient als Stall für das Jesuskind, Maria und Josef. Gleichzeitig brachte der Mülheimer Künstler und Maler Willi Eickhoff einige der vielen Figuren wieder in Stand. Er besserte sie aus und alle erhielten einen neuen Anstrich. Danach erstrahlte die Krippe wieder in ihrem alten gewohnten Glanz.

Erst einen Tag vor Heilig Abend treffen sich die Herren um Alfred Heine wieder in der Kirche. Für jede Figur, jedes Tier, Brunnen, Lagerfeuer haben sie beim Aufbau einen Platz reserviert. Dort stellen sie die teils historischen Figuren auf. Legen noch einmal Hand an, richten das Moos, verbessern hier und da, schalten das Lagerfeuer ein und überprüfen noch einmal die Beleuchtung. Zum Schluß ihrer Arbeit stellen sie einen Opferstück mit einer Kinderfigur auf, dass beim Einwerfen einer Münze freundlich nickt. Jetzt kann für die Krippenbauer das Christkind kommen. (msp)

Schatzkammer Propstei in der Weihnachtszeit geschlossen

Das Museum Schatzkammer Propstei Belecke bleibt ab 20. Dezember während der Weihnachtsferien und anschließend wegen museumsinterner Unterhaltsarbeiten bis einschließlich 23. Januar 2020 geschlossen. Ab Samstag 25. Januar 2020 ist das Museum wieder zu den bekannten Öffnungszeiten mittwochs – samstags – sonntags von 15.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Selbstverständlich werden Sonderöffnungen, auch mit Museumsführungen, insbesondere für Gruppen nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter Telefon 02902-71132 auch außerhalb der regelmäßigen Öffnungen angeboten.