Buchvorstellung „Belecke in der Zeit des Wirtschaftswunders“

Hans-Jürgen Raulf präsentierte den neuen Band der Belecke Geschichte.

Die Redaktionsmitglieder mit Martin Mühlenschulte, Werner Rellecke, Hans-Jürgen Raulf, Dr. Thomas Schöne, Heiner Maar, Matthias Leifeld und Michael Sprenger präsentierten, jeder auf seine Art und Tätigkeiten bei der Erstellung des neues Buches der Reihe „Belecke.Lebendige Geschichte“ Band V während der Sturmtagsfeier im Königssaal der Schützenhalle. 
Text siehe weiter unten.

Martin Mühlenschulte, erster Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins Badulikum e.V. führte durch die Sturmtagsfeier im Königssaal der Schützenhalle.
Die Kindergarten der JuKa ´56 präsentierte ihren Tanz zum Thema Sturmtag…
… und überreichten eine Urkunde über die Verleihung des Bürgermeister-Wilke-Preises.
MC „Waester Voices“ gestalteten das Programm mit…
…ebenso der TuS Spielmannszug unter der musikalischen Leitung von Stefan Haarhoff…
… und die Musikvereinigung Belecke.
ab Donnerstag dem 21. Mai 2026 liegen die Bücher bei
Lotto Hoppe in der Bahnhofstraße zum Verkauf aus.

Die Präsentation der neuesten Ausgabe durch Hans-Jürgen Raulf:

Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Heimatfreunde!

Druckfrisch ist er nun da, der fünfte Band unserer Buchreihe „Belecke. Lebendige Geschichte.“ unter dem Titel „Belecke in der Zeit des Wirtschaftswunders“! Wie kam es dazu? In vielen Gesprächen der letzten Jahre und Jahrzehnte ist mir öfters aufgefallen, dass ein Großteil unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger unsere jüngste Vergangenheit nicht so recht kennt. Vielleicht war das Interesse auch nicht da mit der Einstellung: „Wir leben im Jetzt! Was kümmert uns die Vergangenheit, der Schnee von gestern?“

Haben wir zu wenig weitergegeben? Zu wenig aus den Tagen unserer Kindheit erzählt? Wie sah das Leben vor über einem halben Jahrhundert in Belecke aus? Wie hat sich Belecke entwickelt in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg? Wie spielte sich das Wirtschaftsleben ab? Was gab es damals für Geschäfte in Belecke? Wo konnte man alles Lebensmittel kaufen? – Ohne Discounter! Zumeist waren es inhabergeführte Geschäfte. – Was gab es für Kneipen in Oberbelecke? Wie sah es mal bei Hoppen in der Gastwirtschaft aus? Was gab es für Handwerker vor Ort? Wie haben sie gearbeitet?

Fragen über Fragen! Wir haben versucht, auf all das Antworten zu geben. Nun wäre es wahrscheinlich ein sehr dickes Buch geworden, wenn wir die komplette Geschichte aufgearbeitet hätten. 

Wir haben Handel, Handwerk und Landwirtschaft ins Auge gefasst, und zusätzlich die Industrie, da sie einen großen Anteil an der Entwicklung und am Wachstum Beleckes hatte. 

Wichtig, wie schon gesagt, war aber festzuhalten, wie das Leben in diesen Jahrzehnten in Belecke aussah. Ja, wir waren fast autark, auch weil wir in den 1950er und 1960er Jahren mit der Landwirtschaft noch den Charme des Ackerbürgerstädtchens hatten. 

Wir vom Redaktionsteam haben bei den Recherchen gemerkt, dass es allerhöchste Zeit wurde, die Erinnerungen der Zeitzeugen festzuhalten. Ja, meine Generation zählt ja auch dazu. Ich denke da an meine Kindheit, meine Jugendzeit. Wie sah es da in Belecke aus? In der Zeit von 1945 bis 1975, bis zur kommunalen Neuordnung. Es waren die letzten 30 Jahre der eigenständigen Stadt Belecke. Ich war der Meinung: Das muss festgehalten werden. Wenn wir’s jetzt nicht machen, gerät es für immer in Vergessenheit. 

Diese Idee brachte ich dann mit in die Vorstandssitzung des KuH, und stieß dabei auf offene Ohren, als wir uns Gedanken machten, mit welchem Thema wir unsere Buchreihe erweitern wollten. Das war bereits im Jahr 2018. Eine vorläufige, lockere Redaktion bildete sich, um mit einem Brainstorming erste Ideen festzuhalten. Diskussionen über Konzept und Inhalt folgten.

Hier muss ich auch unseren damaligen Schriftführer Klaus Arthur Feller erwähnen, der seinerzeit nach dieser Idee erste Vorschläge zur Gliederung des Buches machte, welches uns dann als Grundlage diente. Für die ersten Recherchen zum Umbau der Bahnhofstraße und des Wilkeplatzes war er z.B. im Landesarchiv in Dortmund und er lieferte schon in den Anfängen wertvolle Beiträge, wie auch z.Β. den Titel dieses Buches. 

Wir waren schon einige Zeit in den Planungen, da kam die Anfrage des TuS Belecke: Wir feiern in 2025 unser 100jähriges und möchten gern in der Buchreihe des KuH ein Jubiläumsbuch herausbringen. Nach Beratungen haben wir dann zugestimmt, allerdings mit der Auflage, den gesamten Sport der letzten 100 Jahre in Belecke zu dokumentieren. Das Buch „Sport in Belecke“ ist als Band 4 im letzten Jahr erschienen. – Somit ruhte erst einmal unser Vorhaben, welches wir dann im Jahre 2023 wieder aufnahmen.

Das neue Buch soll dazu dienen, gerade der jüngeren Generation Informationen über die Zeit der Wirtschaftswunderjahre zu geben und zum Zweiten soll es die Älteren anregen, sich über alte Zeiten zu unterhalten, untereinander, aber auch mit den jüngeren im Familien- und Freundeskreis. Erinnerungen werden dann wach! Interessante Gespräche werden sich ergeben! Da sind wir uns sicher!

Vor ungefähr einem Vierteljahrhundert hatte ich schon mal mit meinem Freund Hermann Jesse die Idee: Wenn wir mal Rentner sind, dann machen wir einen „Woiste-näo-Club“ auf. (Weißt-du-noch-Club) Also schwelte da schon der Gedanke, das Erlebte später mal wieder lebendig werden zu lassen. 

Kommen wir nochmal zum Titel des Buches: „Belecke in der Zeit des Wirtschaftswunders“. Und darunter stehen die Namen Hans-Jürgen Raulf und Werner Rellecke. (Hrsg.) Das „Hrsg.“ ist nicht die Abkürzung für „Herrn Raulf sein Geschichtsbuch“ oder „Herrn Rellecke sein Geschichtsbuch“, sondern heißt „Herausgeber“. Das bedeutet, dass wir das Werk nicht allein verfasst haben, sondern ein Redaktionsteam von 7 Personen hat letztendlich dieses Werk geschaffen. 

Werner und ich, wir halten quasi nur den Kopf dafür hin. Das tun wir aber gerne, denn wir sind davon überzeugt, dass dieses Buch ein fester Bestandteil zur Erinnerung an diese Zeitepoche Beleckes wird. 

Dank gilt also dem gesamten Redaktionsteam, dass sich zusammensetzte aus Werner Rellecke, Martin Mühlenschulte, Matthias Leifeld, Heiner Maas, Thomas Schöne, Michael Sprenger und ja, ich war auch dabei. Von den Aufgaben und Ergebnissen werden die Redakteure uns gleich noch berichten.

In vielen, intensiven Sitzungen wurden, mit aufgebauter EDV-Technik, manchmal bis spät in die Nacht, Texte besprochen, Bilder eingefügt, Korrekturen vorgenommen, – Der Beamer lief heiß, USB-Stic oder SD-Karte wanderte von einem zum anderen Laptop, ein Laufwerk überholte das andere… usw. 

Für diese konstruktive und hervorragende Zusammenarbeit sage ich auch im Namen von Werner Rellecke dem gesamten Redaktionsteam ein herzliches Dankeschön! 

Ein besonderer Dank gilt auch allen Zeitzeugen, die uns mit ihren Informationen, zum Teil auch eigenständigen Berichten geholfen haben, diesen Zeitraum unserer Heimatgeschichte aufzuarbeiten. 

Wir werden heute Abend noch einige spannende Einblicke bekommen. Jetzt möchte ich erst einmal das Wort weitergeben an unseren Ortsheimatpfleger Werner Rellecke und bedanke mich für Ihre und eure Aufmerksamkeit. 

Hans-Jürgen Raulf (Mitherausgeber)

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