Tag des offenen Denkmals  

Für Besucher ein wahrer Anziehungspunkt: der Stollenbunker an Stütings-Mühle – Regen hielt viele von einem Besuch ab

Die erste Hilfe-Station im Stollenbunker, Utensilien aus der damaligen Zeit beweisen dies. 

Die Geschichte des „Historischen Ensembles Stütings-Mühle“ reicht weit bis ins Spätmittelalter zurück. Bereits in einer Urkunde aus dem Jahre 1307 wird eine bei der damaligen Stadt Belecke gelegene Mühle erwähnt. Seit 1983 gibt es Männer die immer wieder einzelne Gebäudeteile restaurieren, modernisieren und mit viel Herzblut pflegen. Viele hundert Besucher die sich für den Stollenbunker interessieren hatten nach der Fertigstellung eine Besichtigung gebucht.

Im Rahmen der kostenfreien Führungen am „Tag des offenen Denkmals“ standen die Türen des Stollenbunkers und des Kleinen Speichers offen. Leider kamen nur einige Besucher, denn es regnete den ganzen Tag. Dennoch liessen es sich einige Interessierte Bescher nicht nehmen, sie reisten unter anderem aus Geseke, Ense und Leverkusen an. Matthias Leifeld und Thomas Schrewe führte sie durch die 140 Meter lange Bunkeranlage und berichteten den Gästen über dessen Bau, der damals von Zwangsarbeitern vollzogen wurde. Bis zu 400 Schutzsuchende fanden hier einen sicheren Platz vor möglichen Bombenangriffen der damaligen Gegner. Viele Stunden mussten die Schutzsuchenden damals hier aushalten, immer mit der Ungewissheit, wie lange sie im Bunker bleiben mussten. 

Werkzeug wird immer gebraucht: so auch beim Verstellen des Sägeblattes.
Auf den Millimeter genau wird die Brettstärke am Sägegatter eingestellt. 
Sägen mit Wasserkraft bis in die 1960er Jahre eine Arbeit der Familie Stüting – heute treibt ein Elektro-Motor das Gatter an. 
An dieser Stelle endet der Bereich für Besichtigungen im Stollenbunker.

Ebenso interessant war für die Gäste der Kleine Speicher. Hier informierte Engelbert Stemper über den Bau des kleinen Hause. Dieses war bis vor einigen Jahren in einem desolaten Zustand. Und nur durch die Initiative der Nachwächter und Sturmtagskanoniere wurde es zu einem Kleinod nach Denkmalschutzvorgaben zurück- und wieder aufgebaut. Heute ist eine kleine Ausstellung der beiden Gruppen zu besichtigen. 

Die Herren vom Arbeitskreis Mühlrad zeigten den Gästen wie am Sägegatter bis in die 1960er Jahre Baumstämme zu Brettern verarbeitet wurden. Früher mit Wasserkraft, heute sorgt ein Elektromotor für den Antrieb. Der Motor wird übrigens mit Strom aus dem eigenen Wasserkraftwerk, ganz ökologisch, versorgt. Nur wenige Besucher interessierten sich für die Turbine in der stütingschen Anlage. In Stephan Weber fanden sie den Fachmann, er erklärte ganz genau wie die Technik im Keller heute funktioniert und wusste auf alle Fragen die richtigen Antworten. Leider produziert die Anlage nicht so viel Strom wie in den letzten Jahren. Der Grund: es regnet zu wenig und somit liefert die Wester mit dem anschliessenden Mühlengraben nicht genug Wasser. (msp) 

Die Männer vom Arbeitskreis Mühlrad: Hans Werner Körling, Alois Hanses,
Stephan Weber, Christoph Linn, Georg Kußmann und Heinz Schluer, 

Speichere in deinen Favoriten diesen Permalink.

Die Kommentare sind geschlossen.