Maximilian Spinnrath: „Wald liegt mir am Herzen“ – ehrenamtliche Tätigkeiten an der Unsohle 

Die aktiven Mitglieder des Warsteiner Hegerings und dessen Förderverein engagierten sich in den letzten Jahren sehr stark für die Erhaltung des Lernorts Natur Unsohle. Dieser liegt direkt am Radwanderweg von Belecke nach Rüthen. Mit viel Hingabe und Engagement schufen sie einen außerschulischen, waldpädagogischen Lern- und Begegnungsort in der Natur für Wanderer, Radfahrer, Schüler und interessierte Besucher. Ein Platz an dem sich jeder informieren kann. Ein Baumlehrpfad mit Beschilderung ist jetzt fertiggestellt. Zu beklagen ist es, dass im Juni unbekannte Personen die Hütte an der Unsohle vorsätzlich beschädigt hatten. 

Auf die Arbeiten wies Hegerings-Vorsitzender Georg Grewe während der Jahreshauptversammlung vor der Vereinshütte hin und hob die gute Mitarbeit aller Aktiven hervor. Zu dieser Versammlung war auch Bürgermeister Maximilian Spinnrath, Lena Arens, Leiterin der Forstabteilung und Ralf Mindthoff als Forstausschussvorsitzender geladen. „Ich freue mich über die gute Kommunikation auf Augenhöhe“, betonte Spinnrath. Jagd sei mehr als nur schiessen, der Hegering sei ein sehr aktiver Verein und dessen ehrenamtliche Arbeit habe ihn neugierig gemacht. „Wald liegt mir am Herzen und deshalb freue ich mich weiter über die gute Zusammenarbeit mit dem Hegering und unserer engagierten Forstabteilung unter der Leitung von Lena Arens“, meinte er zu seinem ersten Besuch beim Hegering. 

v.l. Andreas Kappelhoff, zweiter Vorsitzender Kreisjägerschaft Soest, Uli Ising, zweiter Vorsitzender Förderverein, Kurt Mues, erster Vorsitzender Förderverein, Martina Becker, Schatzmeisterin, Martin Jesse, zweiter Vorsitzender Hegering, Ralf Mindthoff, Forstausschussvorsitzender, Maximilian Spinnrath, Bürgermeister, Georg Grewe, erster Vorsitzender Hegering, Jan Münstermann, neuer Schriftführer, Lena Arens, Forstamtleiterin, Clemens Becker, Beisitzer und
Marc Adler, Schatzmeister Kreisjägerschaft Soest.

Bis vor einigen Jahren war die Kitzrettung beim Hegering eine Aufgabe für Personen die mit einer Drohne richtig umgehen konnten. Dieses Blatt habe sich geändert, so Grewe. Es seien immer mehr Landwirte die sich eine eigene Drohne anschaffen, sogar Jäger haben sich eigene Drohnen angeschafft. Und dann sei da noch die Ersatzteilbeschaffung. „Durch die schnelllebige Technik können wir gar nicht mithalten und aus diesem Grund möchten wir das nicht mehr weiter intensivieren“, berichtete Grewe. 

Über Anfragen von Schulen, Kindergärten, Vereinen und Alten- und Pflegeheimen für eine Vorstellung der rollenden Waldschule freut sich der Verein. Es sei immer wieder interessant zu erfahren, wie wenig die Kinder und Jugendliche über den heimischen Wald und die Tierwelt wissen, denn genau aus diesem Grund hätte Verein in die Waldschule investiert, so Grewe. 

Ein Thema im Kreis des Hegerings ist auch die urbane Bejagung von Waschbären in Wohnhäusern und befriedeten Bezirken. Geschultes Fachpersonal stellt im Bedarfsfall Fallen auf, kontrolliert diese regelmäßig und der Erfolg war in letzter Zeit vielversprechend. Beim Steinmarder ist eine Fangjagd allerdings nur mit entsprechender Genehmigung der Unteren Jagdbehörde möglich. Wer Probleme mit diesen Tieren im seinem Wohnbereich hat, kann sich gerne an den Hegering werden. 

Erstmals besuchte Andreas Kappelhoff, zweiter Vorsitzender der Kreisjägerschaft Soest den Warsteiner Hegering. Er berichtete über den großen Andrang auf die Jagdscheinlehrgänge. Es sei erstaunlich wie viele Interessenten es gebe. Der diesjährige Lehrgang sei bereits ausgebucht und für 2027 gebe es schon die ersten Anmeldungen, berichtete Kappelhoff. 

Bei den Wahlen kam es zu folgenden Ergebnissen: Martin Jesse bleibt zweiter Vorsitzender, Jan Münstermann übernimmt das Amt des Schriftführers von Daniel Kleinow, Kurt Mues und Uli Ising bleiben im Vorstand des Fördervereins und Timo Oertel prüft im nächsten Jahr die Vereinskassen mit. 

„Aktuell hat der Verein 205 Mitglieder, dies zeigt, dass die Arbeit im Verein attraktiv ist und unsere Arbeit wahrgenommen wird“, teilte Grewe am Ende der Versammlung mit. Viele Jagdfreunde diskutierten anschliessend bei gegrillten Spezialitäten und erfrischenden Getränken über ihr ehrenamtliches Hobby, vielleicht auch mit etwas Jägerlatein. (msp)

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