
Die Freunde des Kultur- und Heimatvereins Badulikum e.V. zogen Jahresbilanz und hoben die Beliebtheit des Anwesens Stütings-Mühle hervor. Dabei standen im Vordergrund Besichtigungen mit Führungen im Stollenbunker. Hier hatten sich seit der Fertigstellung vielfach interessierte Personen aus der unmittelbaren Umgebung Beleckes angemeldet. Doch seit einiger Zeit kommen Gruppen und Vereine sogar bis aus Bonn oder dem Ruhrgebiet zum Ensemble, stellte Udo Döben, verantwortlich für die Buchungen fest.
Ortsvorsteher Heiner Maas berichtete, dass die Baustelle am Hohler Weg weiter Richtung Westen wandere. Dann wäre der Pillenweg, teilweise der Hohle Weg und Sellerweg wieder befahrbar. Durch die fortschreitenden Arbeiten werde die Ampel an der Hirschberger Straße abgebaut. Viele Bürger hatten bei ihm schon nachgefragt, ob die Ampel hier nicht bestehen bleiben könne.
„Im vergangenen Jahr feierten wir den 577. Sturmtag. Dazu besuchten die Kinder der Westerbergschule das Gelände an der Mühle und erlebten das Lagerleben zur Zeit der Soester Fehde. Unser Verein mit seinen vielen Mitgliedern kontrollierte beim Schnadezug die östliche Grenze, nahmen am Weihnachtsmarkt am Haus Welschenbeck teil und hatten zum Tag des offenen Denkmals eingeladen“, berichtete Martin Mühlenschulte, erster Vorsitzender des Vereins.
Henrik Schroeck informierte über die Tätigkeiten der Sturmtagskanoniere. An der Soester Fehde konnten sie nicht teilnehmen, da sie an diesem Tag ihre Böllerscheine erneuern mussten. Eine wichtige Notwendigkeit, denn ohne gültige Böllerscheine kein Böllern beim Sturmtag.
„Wir Nachtwächter nahmen im Mai 2025 am europäischen Nachtwächter- und Türmertreffen in Oberhausen-Holten teil, haben jetzt zwei neue Nachtwächter aufgenommen und beim Weihnachtssingen begleiteten uns zwei Nachtwächter aus Schieder-Schwalenberg“, berichtete Zunftmeister Engelbert Stemper.
Die Turbine der Mühle produzierte im vergangenen Jahr in 8760 Betriebsstunden nur 102.411 Kilowatt Strom. Diessei ein Rückgang von 44.000 Kilowatt. Es lag wohl daran, dass die Wester nicht genügend Wasser führte, so Christoph Linn. Er wies auch auf den immer stärker werdenden Vandalismus auf dem Gelände hin. Immer wieder liegt Müll herum und der Arbeitskreis Mühlrad müsse dann für Ordnung sorgen.
Hans-Jürgen Raulf berichtete auf Plattdeutsch über die Tätigkeiten der Plattdeutsch-Schule. Nicht jeder der anwesenden Heimatfreunde ist der alten Sprache mächtig und so übersetzte Erwin Grewe „simultan“. Einer der Höhepunkte der Plattdeutschfreunde war die Veranstaltung auf der Bohnenburg. „Auch Radio-Sauerland-Moderator Markus Hiegemann war eigens gekommen und hatte Tonaufnahmen gemacht. Daraus hatte er dann drei Plattdeutschsendungen im Radio Sauerland veröffentlicht“, erfreute es Raulf.
Bei den anschliessenden Wahlen kam es zu folgenden Ergebnissen: Dr. Thomas Schöne bleibt für weitere vier Jahre zweiter stellvertretender Vorsitzender. Beate Schiermeister schreibt weiterhin die Protokolle, Wilfried Steimann und Hubertus Jesse wirken weiter im Beirat mit. Björn Friederizi und Christian Hoppe prüfen in den nächsten zwei Jahre die Kasse bei Petra Döben. Auf 25-jährige Mitgliedschaft konnten Elke Bertling, Günther Bremicker, Markus Schröder, Horst Fenske und Alois Zaglauer zurückblicken.
Beim Treffpunkt „Kuh-Damm“ am 20. Juni stehen die Chöre im Mittelpunkt: Gemischter Chor, und der MC Waester Voices. Der Kulturherbst Möhnetal, organisiert von der Stadt Warstein findet am 27. September an der Mühle statt. Jung und Alt könne sich von Carsten Risse verzaubern lassen.
Das Osterfeuer findet nicht mehr an der Külbenkapelle statt. Nach Rechtsprechung des Landes NRW ist der Anstand zur Kapelle und zum Wald zu gering. Doch ein Osterfeuer wollen sich die Belecker nicht entgehen lassen und zünden es auf dem Platz vor der Mühle an. Dabei verbrennen sie nicht Strauchschnitt sondern kontrolliert auf einer Vorrichtung harzfreies Stammholz. Für die Kinder gibt es ein extra kleines Feuer um dort Stockbrot zu backen.
Arthur Feller wird am 7. Mai einen Vortrag zum Thema „Caspar Bracht – Organist, Küster, Dirigent und engagierter Bürger der Stadt Belecke“ halten. Seit einigen Monaten recherchiert er schon und ist erst vor einigen Tagen auf eine Besonderheit gestossen. In den 1920er wollten Belecker das Kaiser-Heinrich-Bad attraktiver für Kurgäste machen und so gründeten sie am 20. Dezember 1926 den Verein „Verkehrsausschuss“, einem Vorgängerverein des Kultur- und Heimatvereins Badulikum. Da stellte sich Martin Mühlenschulte die Frage: „Wenn wir jetzt 100 werden, was machen wir dann?“
Das alte Rathaus in der Wilkestraße ist in die Jahre gekommen und eine Innen-Renovierung ist dringend notwendig. Die Toilettenanlage ist nicht behindertengerecht, die Heizungsanlage über 33 Jahre alt, der Fussboden alt und verschlissen, der Lehmputz an einigen Stellen aufgebrochen. „Nach einem Rundgang mit Fachleuten sind wir jetzt schlauer und wissen was in den nächsten Jahren zu tun ist“, berichtete Andreas Wiepck vom Vorstand.
Der Heimatverein beteiligt sich mit dem Stadtmarketing an der Verschönerung der Stadt. So ist der Verein Pate einer Blumenampel in der Bahnhofstraße, die Ruhebank vor dem Rathaus wurde zusammen mit der Musikvereinigung erneuert, die Bank am Haus Sellmann in der Böttcherstraße wieder hergerichtet und die Bank vor der Bronze-Kuh muss nur abgespritzt werden, sie ist aus Kunststoff. (msp)



