Ein philatelistisches Spotlight auf die über 80jährige Geschichte der AEG in Belecke

von Albert-Friedrich Grüne, Ortsheimatpfleger des Kirchspiels Mülheim.

Ein Unternehmen wie die AEG hatte zwangsläufig Beziehungen in viele Länder. Dies zeigt auch der Fund einer vollständigen Paketkarte aus dem Jahr 1962. Die AEG Röhren- und Gleichrichterfabrik in Belecke, so firmierte sie damals, schickte im Januar 1962 ein Paket (vielleicht mit elektrischen Bauteilen?) zur Tochterfirma Telefunken in Belgien. Das Paket war 10,8 KG schwer und wurde über den Leitweg Aachen zur Tochterfirma ins benachbarte Ausland geschickt. Das die AEG in Belecke viele Pakete verschickte, kann man auch daran erkennen, dass der Absender schon gleich auf der Paketkarte aufgedruckt war. Für wenige Pakete wäre dies nicht nötig gewesen. 

Das Porto war für ein Auslandspaket entsprechend hoch. Es lag bei 8,40 DM. Das ist für Sammler interessant, da hier bedarfsgerecht abgestempelte hohe Werte zu finden sind. In diesem Fall wurden u. a. zwei hohe Werte (2 und 3 DM) der Heuss-Dauerserienausgabe verklebt, die man sonst nur äußerst selten portorichtig im Postverkehr finden kann. Der Bundespräsident hat in Deutschland das Recht, dass sein Konterfei als Staatsoberhaupt auf einer kompletten Briefmarkenserie abgebildet wird. Das letzte Mal wurde dies von Bundespräsident Heinemann genutzt. Alle anderen Bundespräsidenten haben darauf verzichtet. Wenn man als Sammler heute noch frankierte AEG Paketkarten findet, sind sicherlich philatelistische Leckerbissen darunter.


Fotos : A.-F. Grüne

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