Belecker Werkstattgespräch voller Erfolg


Werner Rellecke referierte zum Haus Welschenbeck.

Am vergangenen Donnerstag (4. September) referierte der Historiker Werner Rellecke, gleichzeitig Belecker Ortsheimatpfleger, am Haus Welschenbeck an der Mülheimer Straße über die Geschichte dieses Hauses und seiner adeligen Besitzer. Etwa 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Belecke, aber auch den umliegenden Ortschaften waren auf Einladung des ausrichtenden Kultur- und Heimatvereins Badulikum (KuH) gekommen. Sie erfuhren allerhand über den erstmals im Jahre 1222 urkundlich vom Kölner Erzbischof Engelbert I. erwähnten Adelssitz im kurkölnischen Sauerland.

Klangvolle Namen westfälischer Rittergeschlechter tauchen als Eigentümer auf, etwa die von Büren, von Plettenberg, von Landsberg, von Erwitte oder, bis in unsere Tage, von Nagel-Doornik bzw. von Bose. Der Wechsel der Adelsherren geschah durch Heirat, Erbschaft oder schlicht Verkauf, berichtete Rellecke in seinen anschaulichen Schilderungen. Sowohl in der Soester Fehde (1444-1449) als auch im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) spielte das Rittergut eine Rolle. Heute wird Haus Welschenbeck nach Jahren des „Dornröschenschlafes“ von dem enagierten Belecker Gastronomen Frank Werthmann als Café und Gaststätte betrieben und als beliebte Event-Location angeboten.

Die Zuhörinnen und Zuhörer dankten dem Referenten durch langanhaltenden Applaus. Und sie freuen sich auf das angekündigte nächste Belecker Werkstattgespräch des KuH, das im Frühjahr 2026 das bewegte Leben von Caspar Bracht (1891-1969), des einzigen Ehrenbürgers der ehemaligen Stadt Belecke, zum Thema haben wird. Als Referent konnte Klaus-Arthur Feller, früherer Geschichtslehrer und KuH-Ehrenmitglied, gewonnen werden, der mit ersten Recherchen auch schon begonnen hat.

Foto (Maximilian Spinnrath): Referent Werner Rellecke und seine Zuhörer vor der Hirschalm, Haus Welschenbeck

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