Skaterpark Eröffnung

Sie alle waren gekommen. Zahlreiche Mitglieder aus Rat und Verwaltung, die Verantwortlichen vom Forum Jugendarbeit, die Mitarbeiter des Leader-Programms, Sponsoren und Gönner. Bei strahlendem Sonnenschein wurde am Sonnnachmittag der „Skatepark Warstein“ hinter der Belecker Schützenhalle offiziell eingeweiht. 

„Dieser Park hat eine lange und wechselvolle Geschichte“, ging Bürgermeister Thomas Schöne in seiner Eröffnungsrede auf den – fünf Jahre währenden – Entstehungsprozess der Anlage ein. Angefangen von der Idee einiger Jugendlichen die maroden Aufbauten am alten Platz am Möhnetalstadion ersetzen zu wollen, über zahllose Aktionen der engagierten Kids unter Anleitung von Ex-Ortsvorsteherin Elke Bertling und einigen Rückschlägen, wie etwa ein gefordertes Immissionsschutzgutachten, bis hin zur feierlichen Freigabe am vergangenen Wochenende. So lang wie der Werdegang, so lang reiht sich auch die Liste aller, die das Projekt begleitet hatten. Unter den vielen Gästen waren drei Personen „der allerersten Stunde“: Ex-Ortsvorsteherin Elke Bertling, die es sich auch nach ihrer Amtszeit nicht nehmen ließ, als verantwortlicher Ansprechpartner bis zum Schluss zur Verfügung zu stehen. „Ich war ihr sehr dankbar dafür“, so ihr Nachfolger Heiner Maas. Das größte Lob aber bekamen der 16-jährige Mirco Mende und Marcelina Marong-Vela (17). „Ihr habt damals die Initiative ergriffen. Ohne euch würde es diesen Park nicht geben. Ihr seid große Vorbilder“, lobte Schöne und überreichte ihnen zum Dank zwei Cruise-Boards. „Es ist schon cool zu sehen, dass der Park jetzt endlich da ist. Es freut uns vor allem für all die Kleinen, die ihn jetzt nutzen werden“, so die beiden Impulsgeber. „Die Kleinen“ hatten am Sonntag bereits ausgiebig „Wobble“, „Curb“ und „Rail“ erprobt. Mit den Skateprofis von „skate-aid“ hatten sie die Basics gelernt und die Besten unter ihnen erhielten zur Belohnung sogar Präsente und glänzende Pokale. „Die 30 Workshop-Teilnehmer waren motiviert und es hat echt Spaß gemacht. Vor allem für Anfänger sind die Aufbauten toll, da kann man einiges mit machen. Vielleicht wäre eine Half-Pipe noch schön…“, resümierte Jonas Steinert von „skate aid“ den mehrstündige Lehrgang. Diesen Wunsch griff Bürgermeister Schöne gerne auf: „Vielleicht können wir ja ein Folgeprojektinitiierenund hier entsteht ein richtiger Skater-Hotspot.“ Ein Anfang ist bereits geplant: Die Warsteiner Verbundgesellschaft konnte als Sponsor für einen weiteren – dieses Mal – 2-tägigen Workshop (geplant für Ende August) gefunden werden. Dass der Park auch in der Zwischenzeit gut genutzt werden kann, dafür sorgt das zusätzlich angeschaffte Equipment: „Alles was man zum Skaten braucht kann man zu den Öffnungszeiten im Jugendtreff am Horkamp ausleihen.“
Bericht und Fotos: Gaby Schmitz

“Dankeschön”, sagt Heiner Maas und überreicht Elke Bertling einen Blumenstrauß für ihr Engagement.
Die Jungendlichen freuen sich über den neuen Skaterpark
Bei allen ist die Begeisterung für den neuen Skaterpark riesengroß.

 Chronologie Entstehung Skatepark Warstein:

März 2014: erstes Treffen mit den Jugendlichen und der damaligen Ortsvorsteherin Elke Bertling. 

22. März 2014: Bertling stellt stellvertretend für die Jugendlichen einen Antrag an den Rat. 

Herbstferien 2014: Waffelbackaktion der Jugendlichen für neue Rampen.

27. Oktober 2014: Das Jugendamt erstellt Kostenvoranschlag für „Fun-Box“ und „Quater-Pipe“. Kosten: 25.000 Euro

November 2014: „We love Warstein“ – kostenlose Entwicklung eines Flyers mit Spendenaufruf.

Dezember 2014: Alle Ortsvorsteher und Ratsmitglieder, Forum Jugendarbeit und „We love Warstein“ unterstützen die Aktion.

März 2015: Vorstellung des Leader-Programms  /  Möglichkeiten EU-Mittel zu erhalten.

August 2015: Gründung der lokalen Aktionsgruppe „5ver Bund – Innovation durch Vielfalt. Projektträger: Forum JA

Dezember 2015: Hoffen auf Aufnahme in das Leader-Programm.

Sommerferien 2015 und Osterferien 2016: Projekt „Wir für die Rampen“ unter der Leitung der Stadtbücherei und dem Forum JA.

1. Juli 2015: Im Rahmen des Projekts besuchen die Jugendlichen den Bürgermeister.

April 2016: Ausstellung der Ergebnisse in der Sparkasse.

17. August 2016: schriftliche Bewerbung für Leader.

31. August 2016: offizielle Bewerbung mit Präsentation

1. September 2016: Aufnahme in das Leader-Programm

11. November 2016: Workshop der Jugendlichen mit dem Landschaftsarchitekten Meyer.

22. Juni 2017: Lärmschutzprobleme am vorgesehenen Standort „Unterm Haane“.

6. Juli 2017: Gespräch mit den Jugendlichen / vorstellen des neuen Standortes hinter der Schützenhalle.

17. August 2017: Antrag auf Bewilligung einer Zuwendung durch Leader an die Bezirksregierung Arnsberg.

4. Oktober 2017: Einholung eines Lärmschutzgutachtens für den alternativen Standort.

21. und 22. Oktober 2017: Workshop mit skate aid 

25.April 2018: Bei den vorgelegten Plänen sind keine Überschreitungen der Immissionsrichtwerte zu erwarten.

7. Juni 2018: Baugenehmigung und Auftragserteilung / drei Angebote von ausführenden Firmen werden eingeholt.

14. August 2018: positiver Zuwendungsbescheid durch die Bezirksregierung.

16. August 2018: Nutzungsvereinbarung über die Anlegung eines Skaterparks mit der WLE.

Auftragserteilung

Kosten: Zuwendungsfähige Gesamtausgaben: 44.133,45 Euro (Leader 65% – 28.323,75 Euro, Eigenanteil: 15.809,70 Euro)

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