Belecker Eine-Welt-Interessengemeinschaft unternimmt Jahresausflug nach Paderborn – Faire Stadtführung

In diesem Jahr blicken die Mitglieder der Eine-Welt-Interessengemeinschaft auf ihr 30-jähriges Bestehen. Gefeiert hatte die Gruppe mit der Gemeinde und Gästen bereits im September und am vergangenen Samstag unternahmen sie ihren alljährlichen Ausflug. Ziel war die Dom- und Universitätsstadt Paderborn. Da Paderborn eine Fairtrade-Stadt ist lag es sehr nahe, hier eine faire Stadtführung zu unternehmen.

 

Die Paderborner Ortsgruppe des internationalen globalisierungskritischen Netzwerks attac, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die politische und wirtschaftliche Bildung in Paderborn zu fördern. Sie setzt sich dafür ein, der Forderung nach einer ökologischen, solidarischen und friedlichen Weltwirtschaftsordnung in Paderborn Gehör zu verschaffen und klärt auch über beispielhafte Einrichtungen in Paderborn und darüber hinaus auf.
Mit den Damen und Herren der Gruppe unternahmen die Belecker eine Stadtbesichtigung und an markanten Punkten berichteten sie über fairen Handel. Dabei ging es um das Thema: Was mobiles telefonieren mit den Gorillas im Kongo zu tun habe? Dies sei ganz einfach, berichtete man der Gruppe. Im Kongo schürfe man nach den „seltenen Erden“, Erze, die es nur hier gebe und die für den Bau von Mobiltelefonen unverzichtbar seien. Und für den Bergbau im Dschungel werde der Gorilla vertrieben oder getötet.
Ein weiteres Thema war beim Stopp an der Paderquelle das Recht der Menschen auf sauberes Trinkwasser. Dazu hatte am 28. Juli 2010 die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Recht auf Wasser als Menschenrecht anerkannt. Die Resolution sei mit 122 Mitgliederstimmen angenommen worden. 41 Staaten haben sich aber ihrer Stimme enthalten, darunter auch die USA, Kanada und 18 europäische Staaten. In vielen Ländern Asiens und Südamerika sei es so, dass Trinkwasserkonzerne den einheimischen Menschen den Zugriff auf ihre bisherigen Trinkwasserquellen verweigere und diese dann das überteuerte Wasser kaufen müssen.
Jeder Bürger in Deutschland esse in einem Jahr 60 Kilogramm Fleisch, dies sei einfach zu viel berichteten sie. Es mache die Menschen nur krank. Da die Hühner-Käfighaltung in Deutschland mittlerweile verboten sei, wurde die Eierproduktion einfach nach Polen verlagert, erläutern sie. Oder die in der Nordsee gefangenen Krabben transportiere man mit LKW oder Flugzeug zum Puhlen nach Marokko, um sie danach wieder an die Nordsee zu bringen. Da wundere sich ein Nordsee-Urlauber, dass ein Krabbenbrot nicht mehr unter zehn Euro zu kaufen sei. Man dürfe gar nicht über die Transportkosten, den verbrauchten Treibstoff, den damit verbundenen CO2-Ausstoss oder die vielen vollen Autobahnen nachdenken, beleuchtete die Paderborner attac-Gruppe.
Ein weiteres Thema war an diesem Nachmittag fair gehandelter Kaffee. Für die Belecker sehr interessant, da sie in ihrem Laden an der Wilkestraße überwiegend faire gehandelten Kaffee verkaufen. Hier in Paderborn hat das Geschäft Contigo sogar eine eigene Röstmaschine. Vor den Augen der Kunden werde hier Kaffee geröstet und der könne sofort probiert oder mitgenommen werden. Eine Mitarbeiterin des Geschäfts erläuterte den Beleckern den Handel mit den Produzenten des Rohkaffees und weiterer Produkte die es hier zu kaufen gebe. Bio-Kaffee ist mit einer schonenden Röstung von sehr hoher Qualität und für jeden Menschen gut geniessbar.

Nach diesen Eindrücken beim fairen Stadtrundgang durch Paderborn hielten sich die Belecker noch einige Zeit in der Domstadt auf und diskutierten in einem Café bei Kaffee und Kuchen über die Eindrücke der fairen Stadtbesichtigung.
(msp) 

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