Biäelske Treckerfrönne sind drei Jahre geworden – ältester Trecker wird 63!

Beim großen Stadtfest 1988 aus Anlass des 1050-jährigen Bestehens in Belecke wurde die Belecker Nachtwächterzunft und die Sturmtagskanoniere gegründet. 25 Jahre später feierten sie zusammen mit vielen Gleichgesinnten das 25-jährige Bestehen beider Gruppen. Und einige Monate vor dem Stadtfest zum 1075-jährigen Bestehen Beleckes taten sich einige Belecker Traktorfahrer zusammen und gründeten am 27. April 2013 die „Biäelske Treckerfrönne“. Geplant sei dies nicht gewesen, erklärt Heinz Schluer. Der eigentliche Ideengeber war Hans-Jürgen Raulf. Er fragte Heinz Schluer und Heiner Kückelheim, ob sie sich vorstellen könnten, dass die Suttroper Treckerfreunde beim Stadtfest ihre historischen Zugmaschinen ausstellen könnten.

Die Biäelske Treckerfrönne feierten ihr dreijähriges Bestehen: Hanjo Körling, Christopf Keiper, Manfred Walker, Manfred Kristmann, Werner Auris, Uli Possienke, Miriam Welzel, Jürgen Flormann, Heinz Schluer, Holger Kölbel, Wolfgang Boss und Heiner Kückelheim.

Der Gedanke wurde schnell aufgenommen und umgesetzt, frei nach dem Motto: Was die Suttroper können, dass können wir auch. Kurzentschlossen setzten sie sich mit Uli Possienke und Christoph Keiper zusammen, und nahmen dann mit ihnen bekannten Treckerfans Kontakt auf. Schon nach einigen Tagen zeigten viele ihre Bereitschaft mitzumachen und schnell war der Gründungstermin gefunden. 

Heinz Schluer und Heiner Kückelheim waren erstaunt darüber, dass es in Belecke so viele Traktoren gibt. Einige haben komplette Ausstattungen für die Brennholzbearbeitung im Wald mit Spalter, Säge und passendem Anhänger. Andere pflegen ihr Hobby nur weil sie Freude an der alten Technik haben. Wieder andere ziehen beim Rosenmontagszug Karnevalswagen durch die Belecker Straße oder fahren mit ihren teilweise über 60 Jahre alten Zugmaschinen zusammen mit anderen Treckerfreunden über Land. Es gibt aber auch Treckerliebhaber die sich schon vor vielen Jahren heruntergekommene Traktoren, die eigentlich verschrottet werden sollten, kauften. Oft waren es Bauern bei denen sie die Maschinen fanden und mit ihnen einen fairen Preis aus handelten. Immer mit dem ehrgeizigen Ziel, das Schnäppchen irgendwann einmal wieder so herzurichten, wie es ursprüngliche aussah. So ist es vielen ergangen und sie haben dabei unzähligen Stunden geschraubt, entrostet, lackiert, geschmiert, viele Geld für Ersatzteile oder Fachwerkstätten investiert und sind heute Stolz auf auf den eigenen Trecker. 

Besitzer des ältesten und voll funktionsfähigen Treckers ist Christoph Keiper. Ein Hanomag R 16 B mit der Erstzulassung vom 23. Juni 1953. Es ist mächtig stolz auf dieses Gefährt, das er vor 15 Jahren von einem Dreweraner Landwirt gekauft hat. „Er würde ihn mir sehr gerne wieder abkaufen, auch für einige hundert Euro mehr, aber ich verkaufe nicht!“ erzählt er voller Treckerleidenschaft.

Thomas Heutger ist stolzer Besitzer von einem Deutz F1 L 514 Baujahr 1953, Miriam und Christof Welzel fahren beide einen McCormick von 1958, Ludwig Schulte-Kroll, Martin Molitor und Ulli Possienke fahren einen McCormick von 1959. Weitere Marken sind Same, ICH, Ford, JohnDeere, Fendt, Massey Ferguson, Bautz und MAN. Den jüngsten Trecker fahrt Ludwig Wessel, ein Hürlimann H-361 von 1989. Dass an betagten Traktoren immer wieder etwas zu reparieren gibt ist unvermeidbar. „Dann hilft man sich selbstverständlich gerne, gibt Tipps und Ratschläge, packt mit an und investiert viel Zeit, bis der Trecker wieder läuft“, so machen wir es einfach freut sich Heinz Schluer. Es wäre schön, wenn sich noch mehr Trecker begeisterte der Gruppe anschließen würden, jeder mit einem Herz für die alte Technik sei herzlich willkommen, so Heinz Schluer.

Ein großes Problem ist, dass die Ersatzteile sehr teuer oder gar nicht mehr zu beschaffen sind. Dann helfen sich die Treckerfreunde und jeder hat seine eigenen Lieferanten oder kennt einen der noch einige Ersatzteile sein eigen nennt. Wenn es gar nicht geht, muss auch ein Treckerfahrer mit seinem handwerkliche Geschick das ein oder andere Teil selbst herstellen. Letztendlich ist jeder recht Stolz auf sein Gefährt. Man präsentiert ihn immer wieder gern und freut sich, wenn Interessierte Besucher bei Treckertreffen Fragen stellen. Oder wenn sie mit ihren historischen Fahrzeugen über Land fahren, gibt es immer genug Menschen, die sich den den knatternden Motorgeräuschen erfreuen. 

 

Beim Stadtfest 2013 versammelten sich 22 Freunde mit ihren auf Hochglanz geputzten und hergerichteten Treckern auf dem Marktplatz und fuhren im Konvoi zum Festgelände an Stütings-Mühle. Sie präsentieren sich und fachsimpelten gerne mit den vielen Besucher über die Treckertechnik. Damit war der Grundstein für diese neue Gruppe gelegt und nach drei Jahren treffen sie sich immer wieder in ihren schmucken grünen Sweatshirt zur gemeinsamen Ausfahrt. Schon am 26. Mai 2016 stellen sie beim 800-jährigen bestehen von Berge bei Anröchte ihre Trecker zur Schau. (msp)

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