“Wir haben jetzt das dritte Belecker Gerätehaus kennen gelernt!

Belecker Feuerwehrsenioren besichtigten das neue Gebäude. 

„Es ist alles grösser, alles neu und alles viel besser“, so die Meinung aller zehn Männer der Alters- und Ehrenabteilung, als ihnen Brandoberinspektor und stellvertretender Leiter der Warsteiner Freiwilligen Feuerwehr Harald Borghoff die Räumlichkeiten des vor kurzem offiziell übergebenen Gerätehaus zeigte. 

Alles in weiss mit dunkelgrauem Bodenbelag wirkt das neue Gerätehaus für die ehemals Aktiven sehr großzügig gestaltet. Im linken Teil des über 70 Meter langen Gebäudes befinden sich die Lagerräume für Schlauchmaterial, Bindemittel, Löschschaum und weiteres Einsatzmaterial für die verschiedensten Einsätze. Die Jugendfeuerwehr hat in diesem Bereich einen eigenen Raum, ebenso steht hier ein Notstromaggregat, dass im Notfall automatisch anspringt und das Haus mit Strom versorgt. Sozialräume mit Duschen und Toiletten schliessen sich an und wenn die Aktiven nach den Übungsstunden noch einige Zeit in gemütlicher Runde zusammensitzen möchten, auch hier haben sie die Möglichkeit dazu. 

Nach oben geht es durch ein großzügig gestaltetes Treppenhaus. Hier und in den weiteren Räumen fehlt noch die passende Dekoration, wie Bilder, Urkunden, Pokale und Erinnerungen an die fast 100-jährige Geschichte des Löschzuges. Dieses wird in den nächsten Wochen die Unterstützungsabteilung, aktive und schon zur Alters- und Ehrenabteilung gehörende Feuerwehrmänner, auswählen und anbringen. Dazu gehört auch, dass das BWM-Motorrad, Baujahr 1955, erst vor einigen Jahren komplett restauriert, wird im Eingangsbereich präsentiert. Im Obergeschoss befinden sich ein großer Schulungsraum, Funkraum mit Besprechungsraum für Großeinsätze, Küche, ein Raum für die Jugendfeuerwehr und der Spielmannszug hat hier seine Instrumente eingelagert, dies ist gleichzeitig auch der Probenraum. Auch das Büro und Besprechungsraum des Löschzugführers ist in diesem Bereich.  

Für die Männer der Alters-und Ehrenabteilung kamen beim Rundgang Erinnerungen an die Zeit hoch, als ihre Einsatzfahrzeuge noch im Spritzenhaus am Kallerweg, heute Rolandseck, unter gestellt waren. Ein Gerätehaus ohne Heizung, eng und sehr provisorisch und das bis 1969. Um es warm zu haben, hatten sie zum Ende der 1950er Jahre in Eigenleistung einen Graben vom Kallerweg zum Spritzenhaus gegraben, nur um hier eine Gasleitung für die Heizung zu verlegen. Hier konnte dann auch der Spielmannszug trotz sehr beengter Verhältnisse proben und die Einsatzkräfte wärmten sich nach Einsätzen gerne wieder auf. 

Erst 1967 kaufte die damalige Stadt Belecke das landwirtschaftliche Anwesen von Bauer Rustige, um hier teilweise auf den alten Grundmauern, ein neues Gerätehaus zu bauen. „Wir hatten damals sehr viel Eigenleistung in das Haus gestellt“; erinnert sich Edmund Schulte. Es wurden sogar die alten Dachpfannen abgetragen, gereinigt und für das neue Haus weiterverwendet. In der heutigen Zeit ist es fast nicht mehr vorstellbar.  

Am neuen Gerätehaus, das insgesamt 3,9 Millionen Euro gekostet hat wurde keine Stunde Eigenleistung investiert. Der Umbau begann im Februar 2018 mit dem Abriss des Wohnhauses Gentile an der Ecke Silbkestraße / Lanfer. Ab Juli 2018 starteten die Rohbauarbeiten für die Fahrzeughalle und im Januar 2019 war Richtfest. Neun Monate später standen die Fahrzeuge in der neuen, großzügig gestalteten Halle und erst dann begann der Umbau des alten Gerätehauses. Der gesamte Neu- und Umbau wurde so geplant und durchgeführt, dass die Feuerwehr zu jeder Zeit voll einsatzfähig war, eine logistische Meisterleistung aller Beteiligten. (msp)  

Die Alters- und Ehrenabteilung des Belecker Löschzuges besichtigte das neue Gerätehaus an der Silbkestraße 
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