Arbeiten gehen gut voran. Es ist immer noch eine Baustelle und darf nicht betreten werden!

Es ist für jeden sichtbar. An Stütings-Mühle wird in diesen Tagen an mehreren Stellen gearbeitet. Die Treppe vor der Stadtbücherei wurde abgerissen, da eine Gasleitung neu verlegt werden musste. Die Bücherei ist in dieser Bauphase nur über den hinteren Zugang vom Ortsvorsteherbüro aus, am Sägegatter vorbei zu den normalen Öffnungszeiten erreichbar. 

Die Renaturierung der kleinen Wester ist im Bereich von der Paul-Gerhardt-Strasse bis fast an Stütings-Mühle in der Endphase. Direkt am Wasser wurde an einigen Stellen bereits Grassamen aufgebracht und die Aufstellung der Zäune in den Westerwiesen vorbereitet. Hier können in absehbarer Zeit wieder Rinder und Kühe grasen. Überall am Flusslauf ist von den Baggerarbeiten immer noch Lehm zu sehen, im Wasser liegen Bäume, teilweise sind junge Blatttrieb zu erkennen, dicke Steine liegen im Wasser und bieten kleinen Tieren ein sicheres Versteck, Hochwasserausgleichsbereiche schliessen sich an. Doch schon in den nächsten Wochen wird es sich ändern. Hat sich dann erst einmal die Vegetation breit gemacht, wird alles grün sein. Das Gras wird im Uferbereich wachsen, die verschiedensten Vögel, Bisamratten, Enten und weitere Tiere finden hier in der renaturierten Wester ein neues Zuhause. Und der Spaziergänger findet hier ebenso seine Ruhe wie die weidenden Kühe, Ziegen, Rindern und Pferde, kurz, dieser Ort wird demnächst zum Verweilen einladen. 

Für den neuen Radweg von der Paul-Gerhardt-Strasse bis zur Mühle ist die Trasse schon fast fertiggestellt. Der Schotter ist gewälzt und eine kleine Brücke aus Fertigbetonteilen errichtet. Hier am Mühlengraben, dem flußaufwärts gelegenen Wehr waren die Erdarbeiten so weit fortgeschritten, dass am Donnerstagnachmittag von den Mitarbeitern des Arbeitskreises Mühlrad Alois Hanses und Christoph Linn das Wehr probeweise geöffnet wurde. Einige Dutzend Kubikmeter Westerwasser stürzten mit lauten Getöse in wenigen Minuten testweise über die Schräge in den von den Mitarbeitern der Firma Redeker mit Baggern modelliertem Flussbett. Die Männer zeigten sich überaus zufrieden mit ihrer Arbeit. Nur zwei Forellen fanden es nicht so gut, sie zappelten in kleinen Pfützen und nur durch beherztes Einreifen der Anwesenden wurden sie aus ihrem Gefängnis befreit.  

Geplant war, dass der Radweg am 15. August 2020 seiner offiziellen Bestimmung übergeben werden soll. Dieser Termin ist wegen der Coronapandemie ins wanken geraten. Aber dies hindert das Unternehmen Redeker nicht daran weiter zu arbeiten. Schotter- und Asphaltschichten sind noch aufzutragen, Strassenlampen zu installieren und Ruhebänke aufzustellen. Darüber freut sich Ortsvorsteher Heiner Maas ganz besonders. Als Sponsoren für eine Bank und zwei Bäume konnte er den Stammtisch “Die Platzhirsche” gewinnen. Der Damenstammtisch “Lecka Määdsche” spendierte eine zweite Ruhebank. Für eine Dritte geplante Bank fehlt ihm noch eine sichere Zusage. 

Im direkten Bereich der Mühle ist schon von weitem ein riesiger Schotter- und Sandberg zu sehen, dazwischen schmale und breite mit Wasser vollgelaufene Gräben, sowie große und kleine Bagger. Hier wird in den nächsten Wochen noch einiges geschehen müssen. Eine Fischtreppe vom Bereich unterhalb des Wasserrades zur kleinen Wester wird angelegt. Um das Sägegatter oder die Naturbühne zu erreichen ist hier noch eine Brücke aufzustellen und die Stadtbücherei erhält einen neuen Eingang. Vor Hochwasser schützt ein großer Deich die gesamte Anlage Stütings-Mühle. Sind diese Arbeiten in den nächsten Monaten abgeschlossen ist Belecke um eine Attraktion reicher. Das Ensemble Stütings-Mühle mit seinen vielfältigen Möglichkeiten zur Erholung wird sicherlich gern angenommen. 

Noch ist es eine Baustelle und so lange ist der Zutritt für die Bürger nicht gestattet!  

Am Zugang zum kleinen Speicher wurde ein rollstuhlgerechter Weg angelegt, damit sich jedermann an der an dieser historischen Stätte umsehen und erholen kann. Nachdem das Dach des Sägegatters im vergangenen Monat erneuert, im Bunker aus dem zweiten Weltkrieg noch einige Restarbeiten zu erledigen sind, errichteten die Sturmtagskanoniere und Nachtwächter in den letzten Tagen die Fundamente für einen Zaun am Mühlengraben. Die Lärchenbretter hierfür sägt natürlich der Arbeitskreis Mühlrad aus Baumstämmen, die ihnen von der Stadt dafür gegeben wurden. Fotos und Text: Michael Sprenger

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