Maiwanderungen müssen leider ausfallen

Polizei und Ordnungsamt der Stadt Warstein kontrollieren Einhaltung der Kontaktsperre

Der 1. Mai lockt mit schönem Wetter die Menschen zu Aktivitäten, Mai- Wanderungen und Protestkundgebungen ins Freie. In vielen Regionen, sowie auch in der Stadt Warstein, gibt es den Brauch am Vorabend in den Mai zu tanzen. In Zeiten von Corona sieht das allerdings anders aus. 

„Veranstaltungen und Kundgebungen dürfen nicht stattfinden, die Kontaktsperre und alle anderen Vorsichtsmaßnahmen gelten weiter”, betont David  Schmidtke, stellvertretender Leiter des Sachgebietes Sicherheit und Ordnung der Stadt Warstein. “Außerdem sollte auf Ausflüge verzichtet werden.”

Schmidtke weist weiter darauf hin, dass Polizei und Ordnungsamt am Maifeiertag gemeinsam verstärkt kontrollieren, ob die geltenden Vorschriften eingehalten werden.

Darüber hinaus appelliere der Krisenstab der Stadt Warstein, keine Verwandten und Freunde zu besuchen oder einzuladen.

In NRW seien Zusammenkünfte in den eigenen vier Wänden rechtlich gesehen zwar nicht verboten, jedoch sei es unumgänglich, im Sinne des Infektionsschutzes und zum Eigenschutz, den Kontakt zu seinen Mitmenschen auf ein Minimum zu reduzieren. “Wenn sich Menschen über einen längeren Zeitraum treffen, steigt das Ansteckungsrisiko enorm”, bringt es David Schmidtke auf den Punkt und weist einmal mehr darauf hin, dass gerade ältere und kranke Menschen bei einer Infektion besonders gefährdet seien. Rücksicht ist nun gefragt.

Es wird auf die weiterhin geltende Rechtslage hingewiesen: In NRW sind Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als 2 Personen grundsätzlich nicht erlaubt. Die Tradition der Maiwanderung mit dem Bollerwagen, bei dem Gruppen durch die Feldflur und die Ortschaften ziehen, muss daher ausfallen. Zusammenkünfte sind nur in Maßen im privaten Bereich erlaubt, jedoch nicht in der Öffentlichkeit wie in Parks oder auf der grünen Wiese. Auch das Grillen im eigenen Garten hat seine Grenzen. Wenn dieses den Charakter einer öffentlichen Veranstaltung annimmt, sind die Polizei und das Ordnungsamt berechtigt, einzuschreiten.

Wer auf einen Ausflug oder Spaziergang zu zweit oder z.B. als Familie, die in einem Haushalt wohnt, nicht verzichten möchte, den bittet Schmidtke um Achtsamkeit: “Wenn Ihnen andere begegnen, gehen Sie sich so gut wie möglich aus dem Weg und halten Sie mindestens eineinhalb Meter Abstand ein. Ratsam ist es auch, stark besuchte Orte, also die klassischen Ausflugsziele und touristischen Hotspots, zu meiden.”

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