Vier Tage Radeln auf dem Ederradweg

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Acht Teilnehmerinnen der Fitnessgymnastik und des Walking-Treffs des TuS Belecke, Turnabteilung unter der Leitung von Rita Cordes radelten in 4 Tagen entlang des Ederradweges von Hilchenbach-Lützel bis Felsberg. 

Am letzten Donnerstag wurde abends der Fahrradhänger noch bei Hitze beladen. Beim Start mit Bulli und Fahrradhänger zum Ausgangspunkt der Radtour war es morgens recht frisch. Willi Risse brachte die Radlerinnen souverän und sicher nach Lützel, dem Startpunkt der Radtour. Die ersten 5 km zur Ederquelle bergan brachte alle Frauen auf Betriebstemperatur. Dann ging die Suche nach der Ederquelle los. „Ist sie das?!“ – es blieb unklar, denn die Beschilderung lässt zu wünschen übrig. Bergab über Schotterpiste mit z.T. dickeren Steinen erforderte höchste Konzentration und einen guten Sicherheitsabstand. So verlief die erste Etappe bis Bad Berleburg größtenteils bergauf, bergab auf Schotterpiste.

 

So erlebten die Radfahrerinnen den leeren Edersee.

Die Beinmuskulatur wurde auch beim abendlichen Rundgang durch das hügelige Bad Berleburg nochmals gefordert. Das Prasseln des Regens weckte die Radlerinnen am Samstagmorgen. So wurde das Frühstück ausgedehnt, denn die Wetter App sagte ab 10 Uhr trockenes Wetter an – und dies traf sogar zu. Dunkle Wolken, frische Temperatur so ging es auf die 2. Etappe nach Frankenberg. Die Räder rollten nur so über den geteerten Radweg. Es war eine Freude und auch die Sonne kam häufiger durch. Der Dodenautunnel, ein alter Bahntunnel, der im Winter wegen der Mopsfledermäuse gesperrt ist, konnte durchfahren werden. Nachmittags erreichte die Gruppe die Fachwerkstadt Frankenberg. Nach dem Rundgang durch die Altstadt bis zum 10-türmigen Rathaus und der Domkirche besuchten die Radlerinnen ein Weinfest. 

Frische Temperaturen, Sonnenschein so ging es auf die dritte Etappe bis zur Dom- und Kaiserstadt Fritzlar. Der Ederradweg schlängelt sich entlang des Edersees mit seinen vielen Windungen. Doch eine Wasserfläche war erst kurz vor der Staumauer sichtbar. In Asel-Süd ist eine alte Brücke wieder sichtbar. Der Edersee kann hier trockenen Fußes durchquert werden. Kleine Ruderboote lagen in grünen Naturwiesen. Für die Besucher stellt sich die Frage: „Wie lange muss es regnen, um den Wasserspiegel soweit wieder ansteigen zu lassen.“ Der Affolderner See – ein Naturschutzgebiet – mit ausreichend Wasser lockte nicht so viele Besucher an. Auf ruhigen Feld- und Wiesenwegen radelte die Gruppe zum Tagesziel. Fritzlar mit noch alter Stadtmauer und einer kleinen Altstadt auf dem Berg lud zu einem Rundgang ein.

Am Montag ging es auf die letzte Radetappe bis Felsberg, von dort mit Nahverkehrszügen bis Lippstadt. Kräftiger Wind und dunkle Wolken am Haarstrang veranlassten die Radlerinnen den bequemen Weg per Fahrrad Bus nach Belecke zu nehmen. 

In gemütlicher Runde ließen die Radlerinnen die 11. Radtour ausklingen. Alle freuten sich über ihre Leistung des 170 km pannenfreien Radelspasses. Die Bewegung an frischer Luft mit nur einigen Regenminuten, das Entdecken eines weiteren Stückes unserer Heimat Deutschland und das gesellige, fröhliche Beisammensein hat allen Radlerinnen gut gefallen. 

Der Ederradweg ist an einigen Stellen schon eine Herausforderung bei Nutzung mit einem Treckingrad und Gepäck. Die Schotterpiste von der Quelle bis nach Bad Berleburg war schon eine Herausforderung. Die kurzen z.T. steilen Steigungen und Abfahrten bei kurvenreicher Streckenführung erfordern schon volle Konzentration. Die Teilstrecke Bad Berleburg bis Frankenberg ist größtenteils geteert mit nur wenigen moderaten Steigungen und somit auch für Familien geeignet. Das Südufer vom Edersee war an dem Sonntag von starkem Auto- und Motorradverkehr geprägt – diese 18 km waren kein Genußradeln. Ab Süd-Asel ging es auf unbefestigten Waldwegen autofrei weiter bis zur Staumauer. Dann wird das Gelände flacher und die Radwege sind meist geteert. Die Städte und Ortschaften entlang der Route haben oftmals einen historischen Ortskern und laden zu einem kurzen Rundgang ein.

Die gute Beschilderung des Ederradweges brachte die Gruppe sicher zu ihren Tageszielen. 

Bleiben alle fit und gesund, so ist eine neue Radtour im Jahr 2019 durchaus möglich.

(Text und Foto: Rita Cordes)

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