Sänger zogen Jahresbilanz 2017

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 Hohes Durchschnittsalter erschwert Vorstandsarbeit
„Es wird ein ganz normales Jahr, aber es war dann doch ein besonderes und arbeitsreiches Jahr“, so begrüßte Josef Wüllner, erster Vorsitzender des Belecker Männerchores Pankratius 1860, die Sänger zur Mitgliederversammlung und zog Jahresbilanz. Dabei hob er den Auftritt in der Christuskirche anlässlich des Reformationsjahres hervor. „Wir haben erst zum zweiten Mal in der evangelischen Kirche gesungen und damit einiges bewegt. Die Resonanz war überaus positiv und dies hat uns gut getan“, freute er sich.

1.R. Andreas Hunecke, Eduard Schlüter, Heinz Fleige, Martin Krömer, 2.R. Josef Wüllner, Hermann Bertling, Peter Mahnke, Matthias Becher und Markus Berghoff. 

Einer der Höhepunkte des vergangenen Jahres war das Konzert in der Neuen Aula unter dem Titel: „Music was my first love“ zusammen mit dem Lippstädter Gastchor Cantamos unter der Leitung von Ulla Tillmann. Die Animation, Fotos und Videosequenzen, passend zu den einzelnen Musikstücken von Peter Mahnke und Markus Berghoff zusammengestellt kamen beim Publikum sehr gut an. Und es war so begeistert, dass zum Schluss ein 450-stimmiger Chor die Zugabe vom „Griechischen Wein“ schunkelnd mitsang.

Zum Ende des Jahre 2017 sangen im Verein 39 Sänger aktiv mit, sie probten 47 Mal und hatten fünf Auftritte. Erfreulich war es, das Klaus Köhler und Peter Kretschmer weniger als vier Mal bei den Proben fehlten, sie erhielten ein kleines Präsent und ein dickes Lob von den allen. Nach 50 Jahren aktivem Singen wird Werner Simon in den passiven Vereinsstatus wechseln, ebenso Eduard Schlüter der seit fast 40 Jahren mitsingt. Nach 65 Jahren aktivem Singen, zunächst zehn Jahre in Warstein und seit 1963 im Belecker Männerchor verabschiedet sich Heinz Fleige von den aktiven Sängern. Fleige und Schlüter waren für Chorleiter Martin Krömer immer Fixpunkte, sie standen in der ersten Reihe: „Wenn ich sie sah konnten wir anfangen.“

Etwas schwieriger ist die Situation im Vorstand des Belecker Männerchores. Es fehlt an Nachwuchs. Das Durchschnittsalter aller Sänger liegt bei fast 70 Jahren und es schwierig Vorstandsposten neu zu besetzen. Andreas Hunecke führt seit fünf Jahren vorbildlich die Kasse und möchte aus beruflichen Gründen seine Arbeit abgeben. Doch es ist nicht möglich, dass sich einer der Sänger dieser Arbeit annimmt. „Noch ein Jahr und dann ist höre ich auf“, betonte er. Ebenso schwer war die Neubesetzung der Besitzer. Matthias Becher erklärte sich dann doch bereit für die Noten verantwortlich zu sein und Hermann Bertling arbeitet ab sofort neu im Vorstand als Beisitzer mit.

Chorleiter Martin Krömer fand, dass das vergangene Jahr musikalisch ein tolles Jahr gewesen sei, anstrengend und es habe trotzdem Spaß gemacht mit dem Chor zusammen zu arbeiten. Neben dem Männerchor leitet er auch den Projektchor und hier suchen die Sänger Verstärkung. Alle Sänger forderte er auf mit Freunden und Nachbarn zu sprechen, wer Zeit habe und sich für das Singen interessiere, der solle einfach zu einer Probestunde kommen. Im Projektchor werden aktuelle Lieder auch in Fremdsprachen, Liebeslieder aus der Romantik und geistiger Literatur gesungen.
(msp)

 

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